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Gleichheit · Staats- & Rechtsleben

Machtkonzentration

A. Aktuelle Lage

Wenige Technologiekonzerne kontrollieren heute Kommunikation, Daten, Rechenleistung und zunehmend auch staatliche Infrastruktur. Ihre Eigentümer verbinden wirtschaftliche Macht mit direktem politischem Einfluss.

Das klassische Kartellrecht greift dabei zu kurz: Es misst Marktanteile, nicht die Verbindung von Wirtschafts-, Staats- und Deutungsmacht.

B. Lösungsansätze

  • Hoheitsaufgaben schützen — Militär, Sicherheit und Grundversorgung gehören unter die Kontrolle des demokratischen Rechtslebens. Werden sie an Private vergeben, braucht es harte Grenzen und Rückholrechte.
  • Kapital an Verantwortung binden — Unternehmen in Verantwortungseigentum können nicht verkauft oder vererbt werden, Gewinne dienen dem Zweck. Das verhindert, dass Kapital zum Machthebel einzelner wird.
  • Das Geistesleben frei halten — Daten, Bildung und Forschung dürfen nicht zum Rohstoff von Plattformen werden. Offene Standards und öffentlich zugängliches Wissen stärken die Unabhängigkeit.

C. Praktische Beispiele

Robert Bosch Stiftung — Die Stiftung hält den größten Teil der Anteile an Bosch, die Stimmrechte liegen bei einer Industrietreuhand. Gewinne fließen in gemeinnützige Arbeit statt an Spekulanten.

Digital Markets Act der EU — Seit 2022 gelten für besonders große Plattformen als „Gatekeeper“ eigene Pflichten. Ein erster Versuch, Plattformmacht rechtlich zu begrenzen.

EU-Verordnung über künstliche Intelligenz — Seit 2024 gelten verbindliche Regeln für KI-Systeme, gestaffelt nach Risiko. Die Technik wird damit dem Recht untergeordnet, nicht umgekehrt.

D. Orte & Initiativen

Stiftung Verantwortungseigentum — stiftung-verantwortungseigentum.de

LobbyControl — lobbycontrol.de

AlgorithmWatch — algorithmwatch.org

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