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Gleichheit · Staats- & Rechtsleben

Dreigliederung ohne Partei

A. Aktuelle Lage

Rechtsradikale Parteien haben in Europa Zulauf, auch in Deutschland. Sie sprechen Unzufriedenheit mit Staat, Medien und Wirtschaft an und bedienen sich dabei auch Begriffen wie „Selbstbestimmung“ oder „Volk“. Daraus entsteht für Bewegungen, die ebenfalls Systemkritik üben, eine Versuchung zur Nähe.

Die Dreigliederung unterscheidet sich im Entscheidenden: Sie kritisiert die Vermischung der Macht, nicht ein Feindbild. Sie will Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit für alle Menschen.

B. Lösungsansätze

  • Klare Abgrenzung — Keine Kooperation, keine Auftritte, keine gemeinsamen Listen mit Organisationen, die Menschen ausgrenzen oder die Grundrechte infrage stellen.
  • Wirken aus der Zivilgesellschaft — Initiativen, Genossenschaften, Schulen und Stiftungen setzen die Prinzipien um, ohne Staatsmacht anzustreben.
  • Offene Gesprächsräume — Foren, in denen auch Unzufriedene ernst genommen werden und Urteilsbildung geübt wird, stärken die Mitte, ohne zu vereinnahmen.
  • Aufklärung über die eigene Geschichte — Ein ehrlicher Blick auf Verstrickungen verhindert, dass sie sich wiederholen.

C. Praktische Beispiele

Bürgerräte — In Deutschland tagte 2023 der Bürgerrat Ernährung im Wandel. Zufällig gelostete Menschen beraten über politische Fragen und erarbeiten Empfehlungen jenseits des Parteienstreits.

Waldorfschulen und Anthroposophische Gesellschaft — Der Bund der Freien Waldorfschulen hat sich mehrfach klar von rechtsradikalen Positionen abgegrenzt.

Gemeinwohl-Ökonomie — Unternehmen bilanzieren öffentlich nach Menschenwürde, Solidarität und Mitentscheidung und zeigen, dass Wirtschaft ohne Ausgrenzung funktioniert.

D. Orte & Initiativen

Mehr Demokratie e. V. — mehr-demokratie.de

Bund der Freien Waldorfschulen — waldorfschule.de

Gemeinwohl-Ökonomie — germany.econgood.org

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