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Allgemeinwohl dokumentieren

Wo immer wir mitarbeiten, achten wir darauf, dass alle Zulieferer und die Empfänger unserer Leistungen fair bedient und behandelt werden. Preise und Lieferbedingungen werden stets den Interessen aller Beteiligter gerecht.

Wir engagieren uns dafür, dass, wo immer wir mitarbeiten, zusätzlich zu Gewinn- und Verlustrechnungen und Bilanzen eine Wertebilanz erstellt und publiziert wird.

Wertebilanz – nachhaltig Werte bilanzieren

Wir wünschen uns, dass der Gesetzgeber zusätzlich zu den geforderten G-V-Rechnungen und Bilanzen derartig erweiterte Rechenschaftsregelungen für alle öffentlich-rechtlichen und gesetzlich registrierten Körperschaften verbindlich vorschreibt, wobei die Art der zusätzlichen Rechenschaftslegung frei gestellt sein sollte. Dabei gilt es vor allem, das Engagement für den Umweltschutz (siehe Artikel 37 Europäische Grundrecht Charta) bewusst zu erfassen und zu dokumentieren. Ganz besonders dringlich erscheint uns, dass die dem Bund, den Ländern und Gemeinden gehörenden Unternehmen (z.B. Deutsche Bahn AG, Stadtwerke, Wasserbetriebe usw.) solche erweiterten Rechenschaftslegungen umsetzen.


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Gleichheit · Staats- & Rechtsleben

A. Aktuelle Lage

Allgemeinwohl ist ein Wort, das alle benutzen und das niemanden bindet. Unternehmen behaupten, ihm zu dienen. Politiken werden in seinem Namen gemacht. Und gleichzeitig fehlt ein verbindlicher Maßstab dafür, was das Allgemeinwohl tatsächlich verlangt — und wer kontrolliert, ob es erreicht wird.

Die Gemeinwohl-Ökonomie hat das als erstes ernst genommen: Sie hat eine Methodik entwickelt, die Unternehmensleistung für das Gemeinwohl messbar macht. Nicht perfekt, nicht unumstritten — aber der erste systematische Versuch, das Versprechen einzulösen.

B. Lösungsansätze

  • Gemeinwohl-Bilanz als Ergänzung zur Gewinn-Bilanz — Was ein Unternehmen der Gesellschaft gibt und was es ihr nimmt, muss dokumentiert und öffentlich sein. Wer mehr leistet, verdient mehr Vertrauen — und bessere Konditionen bei öffentlichen Aufträgen.
  • Allgemeinwohl in Verfassung und Recht verankern — Artikel 14 GG sagt: Eigentum verpflichtet. In der Praxis ist diese Verpflichtung kaum durchsetzbar. Klarere rechtliche Anforderungen an Unternehmen, die von gesellschaftlicher Infrastruktur profitieren, wären ein logischer Schritt.
  • Wertebilanz für alle relevanten Akteure — Nicht nur Unternehmen, auch Kommunen, NGOs und öffentliche Institutionen sollten ihre Gemeinwohlleistungen transparent machen.

C. Praktische Beispiele

Gemeinwohl-Ökonomie in Österreich — Mehrere Kommunen bevorzugen bei der Auftragsvergabe Unternehmen mit Gemeinwohl-Bilanz. Ein erster Schritt zur rechtlichen Verbindlichkeit.

B-Corp-Zertifizierung — Internationale Zertifizierung für Unternehmen, die soziale und ökologische Standards erfüllen. Über 6.000 zertifizierte Unternehmen weltweit.

Wertebilanz-Initiative — In Deutschland entwickelt von Unternehmern, die ihre gesellschaftliche Wirkung transparent machen wollen — jenseits von PR-Berichten.

D. Orte & Initiativen

Gemeinwohl-Ökonomie Deutschland — ecogood.org

B Lab Europe — bcorporation.eu

Wertebilanz — wertebilanz.de