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Arbeit und Einkommen

Ein gesundes Unternehmenswesen sorgt für alle Mitarbeiter, indem es die Grundbedürfnisse durch Einkommen deckt. In einer arbeitsteiligen Welt arbeitet der Kollege ebenso für sich wie für die anderen Mitarbeiter. So erhält die Arbeit einen Sinn und wertmäßig einen Ausgleich.

Arbeit im konventionellen Verständnis ist bezahlte, abhängige, ganztägige und außerhäusliche Vollerwerbstätigkeit, – in ihrem Entstehen untrennbar verbunden mit der Industrialisierung und einem Bewusstsein vom Menschen als Stellrad des Unternehmenswillens. Gemeinhin verstehen wir unter der arbeitsteiligen industriellen Welt Arbeit als Ware. Diese halten wir für käuflich. Dabei baut die Arbeit auf einem Menschenrecht auf und gehört damit zentral dem Rechtsleben an.

Menschen erhalten Lohn oder Gehalt für ihre geleistete Arbeit. Das ist eine Verknüpfung, die zu unsozialem Verhalten führt. Einkommen zu erzielen und seine Arbeit zu erbringen, sollte unabhängig voneinander gelebt werden. Damit kann Arbeit als sinnstiftend für das Leben der Arbeitenden wirken. Einkommen dienen so der Ermöglichung des Lebens der Arbeitenden. Sie entstammen aus den Einnahmen der Erlöse für Waren oder Dienstleistungen. Jedem Mitarbeitenden kann so ein individueller Teil davon zuerkannt werden. Einkommen von Vorständen und Top-Führungskräften werden im Rechtsleben gesetzlich ins Verhältnis zu den Einkommen der Mitarbeiterschaft gesetzt.

Die Arbeit hat für den Menschen und die Gesellschaft eine zentrale Bedeutung. Arbeit ist für den Menschen ein Teil seiner Sozialität und seiner Entwicklung. 

Volkswirtschaftlich beginnt der Wert der Arbeit, wenn die Natur durch die menschliche Tätigkeit verändert/veredelt wird. Die Arbeit wirkt vermögensbildend. Sie korreliert sowohl mit den geistigen wie mit den sozialen Ressourcen. Damit wird klar, dass Automaten oder Roboter keine Arbeit leisten. Sie sind intelligente Maschinen. Sie sind darauf programmiert, Teile der Produktion in einer bestimmten Zeit herzustellen oder bestimmte Aufgaben zu erledigen. Sie erbringen Leistungen. Das bedeutet, sie erledigen bestimmte und vorgedachte, geplante Aufgaben. Arbeit hingegen ist menschengebunden. Sie basiert auf individuellen Anteilen von Mitverantwortung im Rahmen des Unternehmens. Dafür erhält der Mitarbeiter ein Einkommen, um davon seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Die Arbeit hat für den Menschen und die Gesellschaft eine zentrale Bedeutung. Arbeit ist für den Menschen ein Teil seiner Sozialität und seiner Entwicklung. Volkswirtschaftlich beginnt der Wert der Arbeit, wenn die Natur durch die menschliche Tätigkeit verändert/veredelt wird. Die Arbeit wirkt vermögensbildend. Sie korreliert sowohl mit den geistigen wie mit den sozialen Ressourcen. Damit wird klar, dass Automaten oder Roboter keine Arbeit leisten. Sie sind intelligente Maschinen. Sie sind darauf programmiert, Teile der Produktion in einer bestimmten Zeit herzustellen oder bestimmte Aufgaben zu erledigen. Sie erbringen Leistungen. Das bedeutet, sie erledigen bestimmte und vorgedachte, geplante Aufgaben. Arbeit hingegen ist menschengebunden. Sie basiert auf individuellen Anteilen von Mitverantwortung im Rahmen des Unternehmens. Dafür erhält der Mitarbeiter ein Einkommen, um davon seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Der Umgang mit der Frage der Trennung von Arbeit und Gehalt wird in den Unternehmen geklärt und neu bestimmt.


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Brüderlichkeit · Humane & Solidarische Wirtschaft

A. Aktuelle Lage

Arbeit ist nicht dasselbe wie Erwerbsarbeit. Das ist der blinde Fleck aller wirtschaftspolitischen Debatten. Wer Kinder erzieht, Angehörige pflegt, die Nachbarschaft organisiert oder ein Ehrenamt ausübt, arbeitet — ohne dass die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung das wahrnimmt. Gleichzeitig gilt: In einer arbeitsteiligen Gesellschaft arbeitet jeder für sich und für alle anderen. Was einer produziert, kommt den anderen zugute. Das ist die Grundlage für die Idee, dass Einkommen nicht Lohn für individuelle Leistung ist, sondern gesellschaftlicher Ausgleich.

B. Lösungsansätze

  • Arbeit von Einkommen entkoppeln — Ein Grundeinkommen schafft den Spielraum, auch solche Arbeit zu tun, die gesellschaftlich wertvoll ist, aber nicht bezahlt wird. Nicht als Ersatz für Erwerbsarbeit, sondern als Erweiterung des Arbeitsbegriffs.
  • Arbeitszeitverkürzung — Wenn Automatisierung Arbeit ersetzt, kann die Reaktion nicht sein, einige arbeiten mehr und andere gar nicht. Kürzere Arbeitszeiten für alle wäre die logische Antwort.
  • Neue Indikatoren — Was als wirtschaftliche Leistung gilt, muss sich ändern. Pflege, Bildung, Ehrenamt — alles, was das BIP nicht misst und was trotzdem die Grundlage für alle bezahlte Arbeit ist.

C. Praktische Beispiele

Island, 4-Tage-Woche — Staatlich finanziertes Experiment mit über 2.500 Beschäftigten. Produktivität gleichgeblieben, Wohlbefinden gestiegen. Heute arbeiten 90 % der isländischen Arbeitnehmer nach diesem Modell oder haben das Recht darauf.

Unbezahlte Arbeit in Deutschland — Das Statistische Bundesamt schätzt den Wert unbezahlter Arbeit auf über 900 Milliarden Euro jährlich — mehr als das verarbeitende Gewerbe erwirtschaftet. Diese Leistung ist real, erscheint in keiner Bilanz.

Gemeinwesenarbeit — Quartierszentren, Nachbarschaftshäuser und Sozialkaufhäuser organisieren Arbeit außerhalb des Erwerbssystems und sind trotzdem wirtschaftlich wirksam.

D. Orte & Initiativen

Netzwerk Grundeinkommen — grundeinkommen.de

Deutscher Caritasverband — caritas.de

Statistisches Bundesamt, Zeitverwendungserhebung — destatis.de

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