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Kunstwerke vor Kapitalisierung schützen

Künstler schaffen und erhalten Einkommen
Bildwerke von van Gogh oder Monet erzielen bei Auktionen Rekordpreise in Millionenhöhe. Die Frage stellt sich, ob das gerechtfertigt ist. Künstler schaffen Kunstwerke, manchmal auch Meisterwerke. In der Regel ernten sie erst nach dem Tod den Ruhm. Ihre Kunstwerke werden, vor allem nach ihrem Tode, zur Kapitalanlage; die Erlöse aus Handel und Verkauf landen derzeit in den Geldbörsen der Verkäufer. Kunst sollte als Allgemeingut angesehen, nicht wie eine Art Ware behandelt werden. Natürlich können Künstler zu Lebzeiten ihre Kunstwerke verkaufen und so Einkommen erzielen von Käufern, Stiftungen oder Museen.

Um Künstler an der Wertschätzung, die ihre Werke oft erst im Laufe von Jahren oder Jahrzehnten erfahren, teilhaben zu lassen, erhalten sie bei einem Verkauf ihrer Werke jeweils die Hälfte des Verkaufserlöses. Werden Werke verstorbener Künstler verkauft, so spenden die Verkäufer die Hälfte des Verkaufserlöses in eine Stiftung, welche die Ausbildung und die Arbeit von anderen Künstlern fördert.


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Brüderlichkeit · Humane & Solidarische Wirtschaft

A. Aktuelle Lage

Kapital dient heute primär der Selbstvermehrung, nicht dem Dienst an menschlichen Bedürfnissen. Durch Finanzialisierung und Spekulation entsteht eine wachsende Kluft: Während produktives Kapital in der Realwirtschaft immer knapper wird, akkumuliert sich spekulatives Kapital in Finanzmärkten. Das Ergebnis sind steigende Vermögensungleichheit, Immobilienpreise außer Reichweite und eine Wirtschaft, die Menschen für das Kapital arbeiten lässt – statt umgekehrt.

B. Lösungsansätze

  • Kapital als Leihgabe – Rudolf Steiners Grundgedanke: Kapital gehört dem, der es produktiv nutzen kann. Es zirkuliert als Leihe, nicht als dauerhaftes Eigentum, und kehrt nach Ablauf zurück.
  • Assoziative Wirtschaft – Kapitalallokation durch gemeinsame Entscheidung von Produzenten, Händlern und Konsumenten statt durch anonyme Märkte.
  • Schwundgeld / Umlaufsicherung – Währungen mit Haltegebühr verringern Kapitalhorte und fördern den Kreislauf.
  • Ethisches Bankwesen – Banken, die Einlagen nur in sozial und ökologisch vertretbare Projekte lenken.

C. Praktische Beispiele

GLS Gemeinschaftsbank (Bochum) – Erste sozial-ökologische Bank Deutschlands seit 1974. Jede Einlage ist einem konkreten Projekt zugeordnet.

Triodos Bank (NL/D) – Vollständige Transparenz: Alle finanzierten Projekte sind öffentlich einsehbar. Kein Handel mit Derivaten.

Netzwerk Verantwortung und Eigentum (VuE) – Unternehmen, die ihr Eigentum in Stiftungsstrukturen überführen, sodass kein Verkauf und keine Spekulation mehr möglich ist.

D. Orte & Initiativen

GLS Bank — Christstraße 9, 44789 Bochum · gls.de

Triodos Bank Deutschland — Frankfurt am Main · triodos.de

Verantwortungseigentum (VuE) — Berlin · purpose-economy.org

Gemeinwohl-Ökonomie — International vernetzt, DE/AT/CH — ecogood.org

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