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Wirtschaftswandel durch Bürger heute beginnen

In Mitteleuropa stehen jedem Bürger 2.000 bis 2.500 m2 Fläche für die landwirtschaftliche Produktion und damit für die Ernährung zur Verfügung. Mitverantwortung und Sicherheiten können z.B. durch Konsumentenkreise geschaffen werden, die sich mit Landwirten arrangieren (Solidarische Landwirtschaft bzw. Community Supported Agriculture).

Gemeinsam kann Agrarland von Schulden, Spekulationsdruck und Chemie in Düngemitteln oder Pflanzenschutzmitteln befreit werden. Kultur-Bauernhöfe könnten entstehen, die auch Volkspädagogik, Begegnungsmöglichkeiten, vielfältige Arbeitsbereiche u.v.m. bieten. Nur gesunder Boden schafft gesunde Pflanzen, gesunde Tiere, gesunde Menschen und damit eine gesunde Grundlage für Kultur und Wirtschaft.

Vermehrtes Zugehen auf Nachbarn und Kollegen, auch wenn es nicht leichtfällt. Wir sind aufeinander angewiesen – bald vielleicht noch mehr denn je. Arbeit, Ideen, Gärten, Autos und vieles andere kann noch viel mehr geteilt werden!

Weniger kaufen, dafür vermehrt gesunde und sozial-ökologisch vertretbar hergestellte Produkte, möglichst aus der Region. Käufe bei profitorientierten Konzernen vermeiden, wenn deren Gewinnstreben auf Kosten von Mitmenschen und Mitwelt geht. Als bewusster Konsument habe ich einen enormen Einfluss, vielleicht mehr, als ich es mir vorzustellen vermag.

Mittel- und langfristig können die Wohn-, Arbeits- und Sozial-Orte möglichst nahe zueinander gelegt werden. Geh- und Fahrraddistanzen wären ideal. Zumindest kann darauf geachtet werden, dass öffentliche Verkehrsmittel oder Car-Sharing als umweltschonende Alternativen möglich sind.

Wir verschwenden ungeheurere Mengen an Energie ohne wirklichen Nutzen. Schon der bewusste Umgang beim Energie- und Ressourcenverbrauch ändert viel. Mit neuen Technologien können unsere Häuser bis zu 100% energie-neutral oder zu Plusenergiehäusern umgebaut werden, die mehr Energie produzieren, als sie verbrauchen.

Eine weitere Überbauung unserer Landschaft kann durch die Reduzierung unseres eigenen Raumbedarfes auf ein für alle gesundes Maß zurückgeführt werden. Dies bringt ökonomische, soziale und ökologische Entlastungen.

Weniger Fleischkonsum lindert den weltweiten Hunger und schont unsere Ressourcen.

 

Die Bereitschaft, nachvollziehbare und faire Preise zu bezahlen, stärkt alle Beteiligten! Als Bewusstseinsübung können wir jeden Tag innerlich ein Konsumgut bis zum Anfang seiner Entstehungskette zurückverfolgen.

Wir können in nachhaltige Projekte investieren mit dem Anspruch auf realistische Renditen. Ökologische Landwirtschaft, Entwicklung von ökologiefreundlichen Technologien, Sozialprojekte usw. Sichere Umwelt- und Lebensverhältnisse sind die Rendite!

Die Beschäftigung mit zukunftsfähigen lokalen Alternativwährungen, die parallel zum offiziellen Geld eingesetzt werden, stärkt nicht nur das Regional- und Ressourcenbewusstsein, sondern auch die lokale Realwirtschaft.

Gerade durch Regionalwährungen kann erlebt werden, wie Geldkreisläufe funktionieren und bewusst gestaltet werden können, so dass regionales Wirtschaften beflügelt wird.


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Freiheit · Kulturelles & Geistiges Leben

A. Aktuelle Lage

Solidarität ist das Gegenprinzip zu Konkurrenz — nicht ihr Gegner, sondern ihr Komplement. In der Dreigliederung ist Solidarität das Grundprinzip des Wirtschaftslebens: Assoziationen von Produzenten, Händlern und Konsumenten, die gemeinsam für die Bedarfe aller sorgen, statt gegeneinander zu konkurrieren.

Im gesellschaftlichen Diskurs wird Solidarität oft auf Wohlfahrtsstaat reduziert. Das greift zu kurz: Solidarität ist eine aktive Haltung — das Eintreten für andere auch dann, wenn man selbst nicht betroffen ist.

B. Lösungsansätze</h
  • Solidarische Wirtschaftsformen stärken — Genossenschaften, Solidarische Landwirtschaft, Gegenseitigkeitsvereine — Wirtschaftsformen, in denen Solidarität strukturell verankert ist, nicht nur als Wert deklariert.
  • Sozialstaatliche Solidarität neu legitimieren — Das Narrativ „Leistungsträger vs. Leistungsempfänger" vergiftet die Solidaritätsbereitschaft. Eine andere Erzählung: Alle zahlen ein, alle können nehmen, wenn sie es brauchen.
  • Internationale Solidarität verankern — Klimasolidarität, Migrations-Solidarität, globale Steuersolidarität — Solidarität endet nicht an nationalen Grenzen.

C. Praktische Beispiele

Solidarische Landwirtschaft — 500+ Betriebe in Deutschland. Konsumenten tragen gemeinsam das Risiko der Ernte, erhalten im Gegenzug saisonale Lebensmittel. Solidarität als Wirtschaftsprinzip.

Krankenkassensystem Deutschland — Trotz aller Mängel: Das Solidarsystem der gesetzlichen Krankenversicherung ist eine der erfolgreichsten Solidaritätsinstitutionen der Welt.

Fridays for Future — Intergenerationale Solidarität als politische Kraft. Junge Menschen kämpfen für eine Welt, die sie noch nicht regieren, aber bewohnen werden.

D. Orte & Initiativen

Netz für Solidarische Landwirtschaft — solidarische-landwirtschaft.org

Attac Deutschland — attac.de

Diakonie Deutschland — diakonie.de

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