
Zukunft ermöglichen durch Bewusstseinswandel
Krisen ereignen sich nicht nur im menschlichen Leben, sondern auch global. Ob Klimawandel, Schere zwischen Arm und Reich, Kriege und Konflikte, Hunger… – viele Herausforderungen stehen vor uns. Wir haben es in der Wissenschaft weit gebracht. Unsere technischen Errungenschaften sind denen vergangener Jahrhunderte haushoch überlegen.
Von zahlreichen forschenden Menschen wurden bereits mögliche Handlungsansätze dargestellt. Welchen Quantensprung im Bewusstsein müssen wir vollziehen? Und wie greift der schon laufende Bewusstseinswandel durch den sich gegenwärtig vollziehenden technischen Fortschritt in diesen Bewusstseinsprozess ein?
Von zahlreichen forschenden Menschen wurden bereits mögliche Handlungsansätze dargestellt. Welchen Quantensprung im Bewusstsein müssen wir vollziehen?
Und wie greift der schon laufende Bewusstseinswandel durch den sich gegenwärtig vollziehenden technischen Fortschritt in diesen Bewusstseinsprozess ein? Ob integrales Bewusstsein nach Jean Gebser und Ken Wilber, große Transformation, New Enlightenment – neue Aufklärungen, sphärisches Bewusstsein – Umkreisbewusstsein im Gegensatz zum Egozentrischen: es gibt heute zahlreiche Ansätze, die versuchen, zu einem tieferen Verständnis der Welt, zu einer Überwindung eines rein materialistischen Weltbildes sowie zu einem respektvolleren und nachhaltigeren Umgang mit der Welt anzuregen.
Wir weisen auf das bereits erwähnte Buch „Come On!“ zum 50. Jubiläum des Club of Rome hin. Insbesondere im Kapitel 2 ab Seite 63ff. wird die Notwendigkeit von einem Bewusstseinswandel aus verschiedenen Perspektiven thematisiert.
Brauchen wir einen Wandel unseres Bewusstseins, welches keineswegs eine starre Masse ist. Einen anderen Umgang mit unseren Mitmenschen und der Natur? Eine neue Vision und Lebensweise des Zusammenlebens und der Verbundenheit mit der Natur? Damit auch die Dreigliederung eine gesellschaftliche Erneuerung bringen kann, brauchen wir ein Umdenken.
Freiheit · Kulturelles & Geistiges Leben
A. Aktuelle Lage
Was ist Bewusstsein? Die Wissenschaft hat darauf noch keine befriedigende Antwort. Das Gehirn ist gut verstanden als Organ — aber wie aus neuronaler Aktivität subjektives Erleben entsteht, ist das sogenannte „hard problem of consciousness", das die Philosophie seit Descartes beschäftigt.
Für die soziale Dreigliederung ist Bewusstsein nicht nur ein philosophisches Problem, sondern eine praktische Frage: Welches Bewusstsein brauchen Menschen, um freie, verantwortungsvolle Akteure in einer komplexen Gesellschaft zu sein?
B. Lösungsansätze
- Phänomenologie als Erkenntnisweg — Goethes Naturwissenschaft und Steiners Erkenntnistheorie bieten Methoden zur Bewusstseinserforschung, die das Subjekt nicht herausrechnen, sondern einbeziehen.
- Bewusstsein und Verantwortung verbinden — Wer sein eigenes Denken beobachten kann, wer impulsive Reaktionen von reflektierten Entscheidungen unterscheidet, handelt verantwortlicher. Das ist trainierbar.
- Gesellschaftliches Bewusstsein messen — Nicht nur BIP und Wahlbeteiligung. Was denken, fühlen, wollen Menschen in einer Gesellschaft? Wie entwickelt sich das kollektive Bewusstsein?
C. Praktische Beispiele
Rudolf Steiners Philosophie der Freiheit (1894) — Grundlegendes Werk zur Frage: Wie kommt der Mensch zu freiem, selbstbestimmtem Denken? Noch immer aktuell.
Integral Theory (Ken Wilber) — Versuch, östliche und westliche Bewusstseinsmodelle zu einer umfassenden Theorie zu verbinden. Einflussreich in transpersonaler Psychologie und Entwicklungsforschung.
Conscious Capitalism — Unternehmen, die Bewusstseinsentwicklung der Mitarbeitenden als Unternehmensziel begreifen. Noch minoritär, aber wachsend.
D. Orte & Initiativen
Goetheanum Dornach — goetheanum.org
Institute of Noetic Sciences — noetic.org
Center for Consciousness Studies — consciousness.arizona.edu