Deregulierung der globalen Finanzwirtschaft
Deregulierung der globalen Finanzwirtschaft Eine neue Macht haben Finanzkonzerne wie BlackRock, Vanguard oder State Street gewonnen. Sie dürfen als eine …
Gleichheit · Staats- & Rechtsleben
Deregulierung hat in den letzten Jahrzehnten einen bemerkenswerten Siegeszug erlebt: Weniger Regeln, weniger Staat, mehr Markt — das war das Versprechen. Was dabei herausgekommen ist, lässt sich an BlackRock, Vanguard und State Street ablesen: drei Finanzkonzerne, die das Geld von Banken, Versicherungen und Millionen Privatanlegern verwalten und damit massiven Einfluss auf Börsen und Aktiengesellschaften ausüben, ohne dass ihre eigentlichen Geldgeber irgendeine Einflussnahme haben.
Harvard-Professor Einer Elhauge nennt den horizontalen Aktienbesitz dieser Konzerne die größte Bedrohung für freien Wettbewerb in der Geschichte. Das ist die Deregulierung der Finanzwirtschaft in ihrer reifen Form.
Glass-Steagall Act (USA, 1933–1999) — Hat nach der Weltwirtschaftskrise Investmentbanken und Geschäftsbanken getrennt. Die Abschaffung durch den Gramm-Leach-Bliley Act 1999 gilt als eine der Ursachen der Finanzkrise 2008.
MiFID II (EU) — Die zweite Finanzmarktrichtlinie hat Transparenzanforderungen erhöht und Interessenkonflikte bei der Anlageberatung adressiert. Wirkung vorhanden, aber lückenhaft.
EU-Taxonomie für nachhaltige Finanzen — Klassifizierung von Investments nach ökologischen Kriterien. Ein Re-Regulierungsschritt, der Kapital in Richtung Nachhaltigkeit lenkt.
Finance Watch — Brüssel · finance-watch.org
Finanzwende — Berlin · finanzwende.de
Attac Deutschland — attac.de
Deregulierung der globalen Finanzwirtschaft Eine neue Macht haben Finanzkonzerne wie BlackRock, Vanguard oder State Street gewonnen. Sie dürfen als eine …