Erwerbslosigkeit und Kurzarbeitergeld
Erwerbslosigkeit und kurzarbeitergeld Eine bevorstehende globale Rezession könnte zur Folge habe, dass viele Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren. Um das zu …
Brüderlichkeit · Humane & Solidarische Wirtschaft
Das Kurzarbeitergeld hat in der Corona-Krise Millionen von Arbeitsplätzen gerettet — das ist unbestritten. Auf dem Höhepunkt 2020 waren über sechs Millionen Menschen in Kurzarbeit. Ohne dieses Instrument hätte Deutschland eine Massenarbeitslosigkeit erlebt, die alle bisherigen Krisen übertroffen hätte.
Aber: Das Instrument hat auch Strukturen eingefroren, die sich eigentlich hätten verändern müssen. Branchen, die vor der Krise schon unter Druck standen, wurden mit öffentlichen Mitteln am Leben gehalten. Die Chance, Krisenmittel mit einer Qualifizierungsoffensive zu verbinden, wurde größtenteils verpasst.
Deutschland 2020 — 6 Millionen Menschen in Kurzarbeit, keine Massenarbeitslosigkeit. Gleichzeitig wurde die begleitende Qualifizierungsoffensive nie in dem Maß gestartet, das möglich gewesen wäre. Eine verpasste Chance mit Lehren für die nächste Krise.
Dänemark, Flexicurity — Kombination aus einfachen Entlassungsregeln, hohem Arbeitslosengeld und aktivem Arbeitsmarkt mit Weiterbildungspflicht. Weniger Kurzarbeit, aber schnellere Übergänge in neue Tätigkeiten.
Österreich, Bildungskarenz — Arbeitnehmer können sich bis zu einem Jahr von der Arbeit freistellen lassen, erhalten staatliche Unterstützung und kehren danach in ihr Unternehmen zurück. Verbindet Kurzarbeitsprinzip mit persönlicher Entwicklung.
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) — Nürnberg · iab.de
Hans-Böckler-Stiftung — Düsseldorf · boeckler.de
Arbeit und Leben — Bundesweites Netz für berufliche Weiterbildung · arbeitundleben.de
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