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Freiheit · Kulturelles & Geistiges Leben

Solidarität

A. Aktuelle Lage

Solidarität ist das Gegenprinzip zu Konkurrenz — nicht ihr Gegner, sondern ihr Komplement. In der Dreigliederung ist Solidarität das Grundprinzip des Wirtschaftslebens: Assoziationen von Produzenten, Händlern und Konsumenten, die gemeinsam für die Bedarfe aller sorgen, statt gegeneinander zu konkurrieren.

Im gesellschaftlichen Diskurs wird Solidarität oft auf Wohlfahrtsstaat reduziert. Das greift zu kurz: Solidarität ist eine aktive Haltung — das Eintreten für andere auch dann, wenn man selbst nicht betroffen ist.

B. Lösungsansätze</h
  • Solidarische Wirtschaftsformen stärken — Genossenschaften, Solidarische Landwirtschaft, Gegenseitigkeitsvereine — Wirtschaftsformen, in denen Solidarität strukturell verankert ist, nicht nur als Wert deklariert.
  • Sozialstaatliche Solidarität neu legitimieren — Das Narrativ „Leistungsträger vs. Leistungsempfänger" vergiftet die Solidaritätsbereitschaft. Eine andere Erzählung: Alle zahlen ein, alle können nehmen, wenn sie es brauchen.
  • Internationale Solidarität verankern — Klimasolidarität, Migrations-Solidarität, globale Steuersolidarität — Solidarität endet nicht an nationalen Grenzen.

C. Praktische Beispiele

Solidarische Landwirtschaft — 500+ Betriebe in Deutschland. Konsumenten tragen gemeinsam das Risiko der Ernte, erhalten im Gegenzug saisonale Lebensmittel. Solidarität als Wirtschaftsprinzip.

Krankenkassensystem Deutschland — Trotz aller Mängel: Das Solidarsystem der gesetzlichen Krankenversicherung ist eine der erfolgreichsten Solidaritätsinstitutionen der Welt.

Fridays for Future — Intergenerationale Solidarität als politische Kraft. Junge Menschen kämpfen für eine Welt, die sie noch nicht regieren, aber bewohnen werden.

D. Orte & Initiativen

Netz für Solidarische Landwirtschaft — solidarische-landwirtschaft.org

Attac Deutschland — attac.de

Diakonie Deutschland — diakonie.de

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