Wie hängen Unternehmensgewinne und Einkommen zusammen?
Wie hängen Unternehmensgewinne und Einkommen zusammen? Dieser Beitrag zeigt, warum Verluste solidarisch getragen und Überschüsse für die Gemeinschaft genutzt werden …
Brüderlichkeit · Humane & Solidarische Wirtschaft
Wenn ein Unternehmen Gewinn macht, stellt sich immer dieselbe Frage: Wem gehört er? Aktionären, die Kapital eingesetzt haben — das ist die übliche Antwort. Aber Kapital allein erwirtschaftet nichts. Es sind Menschen, die arbeiten, Kunden, die kaufen, und eine Gesellschaft, die Infrastruktur, Bildung und Rechtssicherheit bereitstellt. Dass der Gewinn trotzdem fast vollständig bei den Kapitalgebern landet, ist eine politische Entscheidung, keine Naturgegebenheit.
Die Praxis zeigt: Verluste werden sozialisiert, Gewinne privatisiert. Kurzarbeit in der Krise zahlt der Staat. Dividenden in guten Jahren zahlt das Unternehmen — an die Aktionäre.
Mondragón (Baskenland) — Genossenschaftsverbund: Die Lohnschere zwischen dem höchsten und niedrigsten Gehalt ist vertraglich begrenzt (historisch auf 1:6, heute bis 1:9). Gewinne fließen in Reservefonds und Gemeinschaftsprojekte.
dm-drogerie markt — Gewinne wurden über Jahrzehnte zu erheblichen Teilen reinvestiert statt ausgeschüttet. Bis heute nicht börsennotiert.
Ecosia — Die Berliner Suchmaschine hat vertraglich festgelegt, dass Gewinne nicht privatisiert werden dürfen. Ausschüttung an Gründer: ausgeschlossen.
Gemeinwohl-Ökonomie — ecogood.org
Bundesverband mittelständische Wirtschaft — bvmw.de
Purpose Stiftung — purpose-economy.org
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