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Humane und solidarische Wirtschaft

Assoziationen statt Zölle: Containerschiff im Hafen

Schützen Zölle wirklich die heimische Wirtschaft?

Assoziationen, Zölle und Handel: Schützen Zölle wirklich die heimische Wirtschaft? Dieser Beitrag zeigt, was die Dreigliederung zum Streit um Zollpolitik sagt.

Was bringen Zölle – und wohin führt der Handelskrieg?

Seit Donald Trump 2025 hohe Zölle auf Importe aus der ganzen Welt verhängt hat, ist der freie Welthandel zur Streitfrage geworden. Die einen sehen darin einen Schutz für heimische Arbeit, die anderen einen Weg in Preissteigerung und Abschottung.

Die Dreigliederung betrachtet das Geschehen anders. Zölle sind ein Mittel des Staates, in die Wirtschaft einzugreifen. Sie verwechseln, was dem Rechtsleben und was dem Wirtschaftsleben gehört, und leiten wirtschaftliche Fragen in nationale Machtpolitik über.

Zugleich greift auch der Ruf nach grenzenlosem Freihandel zu kurz. Wenn Preise für Kleider oder Lebensmittel nur Kosten, aber nicht Löhne, Umwelt und Lebensverhältnisse der Erzeuger abbilden, ist der Markt nicht frei, sondern blind.

Steiners Gedanke war: Die Wirtschaft ist von Natur aus weltweit verbunden. Sie sollte durch Assoziationen von Erzeugern, Händlern und Verbrauchern gestaltet werden, die sich über Bedarf und Preise verständigen.

Zoll oder Freihandel – ein falscher Gegensatz

Beide Positionen gehen davon aus, dass entweder der Staat oder der Markt steuern muss. Die Dreigliederung nennt eine dritte Möglichkeit.

  • Zölle: Sie schützen einzelne Branchen kurzfristig, verteuern aber Vorprodukte und schwächen langfristig die Wettbewerbsfähigkeit.
  • Reiner Freihandel: Er verschiebt Kosten auf Menschen und Natur, die am Markt nicht mitreden.
  • Assoziative Wirtschaft: Beteiligte handeln faire Preise aus, die tatsächliche Kosten einschließen.

Faire Preise statt Strafzölle

Ein fairer Preis ermöglicht dem Erzeuger, von seiner Arbeit zu leben und neue Produktion vorzubereiten. Fairer Handel, Lieferkettengesetze und Genossenschaften sind erste Schritte in diese Richtung.

Was bleibt dem Staat?

Das Rechtsleben setzt Mindeststandards für Arbeit und Umwelt, die für alle gelten, und verhindert Dumping. Es muss nicht Preise bestimmen, sondern Bedingungen sichern, unter denen Preise fair entstehen können.

Ausführlich im Blog: Zölle und Weltwirtschaft · Handel und Assoziationen

Zölle, Handel und Assoziationen: Wer gehört wohin?

Zölle sind ein Mittel des Staates, in die Wirtschaft einzugreifen. Sie verwechseln, was dem Rechtsleben und was dem Wirtschaftsleben gehört, und machen aus wirtschaftlichen Fragen nationale Machtpolitik. Doch auch der Ruf nach grenzenlosem Freihandel greift zu kurz. Bei Zöllen, Handel und Assoziationen geht es darum, eine dritte Möglichkeit zu finden.

3 Fragen zu Zöllen und Handel

  • Wer entscheidet? Staaten oder die Beteiligten in der Wirtschaft selbst?
  • Wer trägt die Kosten? Werden Preise nur nach Kosten gebildet oder auch nach Lebensbedingungen der Erzeuger?
  • Was dient den Menschen? Abschottung oder faire Zusammenarbeit über Grenzen hinweg?

Assoziationen statt Zollmauern

In Assoziationen verhandeln Erzeuger, Händler und Verbraucher gemeinsam über Preise und Mengen, auch über Grenzen hinweg. So lassen sich soziale und ökologische Bedingungen in Preise einrechnen, ohne dass der Staat Zölle erheben muss. Mehr dazu in Unternehmen und Assoziationen, Zölle und Weltwirtschaft und Gemeinnütziges Wirtschaften. Grundlagen: Wikipedia: Zoll.

Häufige Fragen

Sind Zölle immer falsch? Sie sind ein grobes Werkzeug. Wo Assoziationen fehlen, können sie kurzfristig Schutz bieten, lösen aber das Grundproblem nicht.

Was tun Verbraucher? Regionale und faire Produkte kaufen, Lieferketten hinterfragen und Erzeugergemeinschaften unterstützen.

Fazit: Zölle, Handel und Assoziationen

Zölle, Handel und Assoziationen ist ein Baustein der sozialen Dreigliederung. Wer Zölle, Handel und Assoziationen ernst nimmt, stärkt Freiheit im Geistesleben, Gleichheit im Rechtsleben und Brüderlichkeit in der Wirtschaft.

Beginne mit einem kleinen Schritt: Zölle, Handel und Assoziationen wird Wirklichkeit, wenn Menschen sie gemeinsam gestalten.

Was du tun kannst

Frage beim Einkauf nach Herkunft und Lieferketten und unterstütze Erzeugergemeinschaften, die Preise offen verhandeln. So wächst im Kleinen, was Zölle, Handel und Assoziationen im Großen verbinden könnte: faire Beziehungen über Grenzen hinweg.

Sprich mit Händlern, Genossenschaften und Verbänden darüber, wie Preise zustande kommen. Je mehr Menschen das verstehen, desto weniger braucht es Zollmauern.

Arbeit im Zeitalter der KI: Mensch und Roboterarm bei der Arbeit

Wird Arbeit durch künstliche Intelligenz zum Hobby?

Im Zeitalter der KI stellt sich die Frage neu, wozu wir arbeiten. Dieser Beitrag fragt, wie verteilt wird, was Maschinen erwirtschaften.

Wozu arbeiten wir noch, wenn Maschinen denken?

Künstliche Intelligenz übernimmt Schreiben, Übersetzen, Programmieren, Auswerten. Die Verheißung lautet: Produktivität ohne Ende, Arbeit für Maschinen, Wohlstand für alle. Die Befürchtung lautet: Millionen Menschen verlieren ihr Einkommen, während wenige den Gewinn einstreichen.

Beides hängt an einer Frage, die weder die Technik noch der Markt beantwortet: Wie wird das, was Maschinen erwirtschaften, verteilt – und was ist menschliche Arbeit dann noch wert?

Steiner hat früh darauf hingewiesen, dass Arbeit und Einkommen getrennt gedacht werden müssen. Arbeit ist keine Ware, die man kauft wie einen Sack Kartoffeln. Sie ist die Betätigung eines Menschen für andere. Das Einkommen dagegen ist der Anteil, der ihm erlaubt, selbst zu leben und weiter zu arbeiten.

Je mehr Maschinen leisten, desto weniger taugt der Lohn als Verteilungsinstrument. Die Dreigliederung fragt deshalb nicht: Wie schützen wir Arbeitsplätze um jeden Preis? Sondern: Wie ordnen wir Wirtschaft, Recht und Bildung so, dass jeder Mensch tätig sein kann und versorgt ist?

Wem gehört der Mehrwert der Maschine?

Eine KI entsteht aus dem Wissen und den Texten von Millionen Menschen. Dass ihr Nutzen bei einigen Eigentümern landet, ist keine Naturnotwendigkeit, sondern eine Rechtsfrage.

  • Kapital als Fähigkeit: Produktionsmittel gehören denen, die sie verantwortlich nutzen, nicht denen, die sie spekulativ halten.
  • Rechte am Gemeinsamen: Wissen, Daten und Code, die aus öffentlicher Arbeit stammen, sollten der Allgemeinheit zugänglich bleiben.
  • Teilhabe: Wo Maschinen Erträge schaffen, kann ein Teil als Beitrag zur Grundsicherung aller fließen.

Tätigkeit statt Beschäftigung

Wenn Routine entfällt, wächst der Raum für das, was Maschinen nicht können: Pflege, Erziehung, Forschung, Kunst, Handwerk, Gemeinschaftsaufgaben. Diese Arbeit ist längst nötig, wird aber schlecht bezahlt. Ein Einkommen, das vom Arbeitsmarkt entkoppelt ist, macht sie überhaupt erst frei wählbar.

Lernen als Lebensaufgabe

Das Geistesleben muss Menschen befähigen, Urteilskraft gegenüber Maschinen zu entwickeln. Bildung ist dann keine Vorbereitung auf eine Stelle, sondern Entwicklung der Fähigkeit, Sinn zu stiften.

Ausführlich im Blog: Die Masken des Herrn Musk – Teil II

Arbeit im Zeitalter der KI: Verheißung und Befürchtung

Künstliche Intelligenz übernimmt Schreiben, Übersetzen, Programmieren und Auswerten. Die einen erwarten Wohlstand für alle, die anderen fürchten, dass viele Menschen ihr Einkommen verlieren, während wenige den Gewinn einstreichen. Arbeit im Zeitalter der KI braucht darum Antworten, die weder Technik noch Markt allein geben.

3 Fragen zur Arbeit im Zeitalter der KI

  • Wie wird verteilt? Was Maschinen erwirtschaften, sollte der Gemeinschaft zugutekommen.
  • Was ist Arbeit wert? Arbeit ist keine Ware, sondern die Betätigung eines Menschen für andere.
  • Wovon leben wir? Das Einkommen ist der Anteil, der es erlaubt, selbst zu leben und weiterzuarbeiten.

Arbeit im Zeitalter der KI und Dreigliederung

Steiner hat früh darauf hingewiesen, dass Arbeit und Einkommen getrennt gedacht werden müssen. Das Geistesleben gibt Sinn und Bildung, das Rechtsleben sichert Teilhabe, das Wirtschaftsleben organisiert Erzeugung und Verteilung. Mehr dazu in Arbeit und Einkommen, Arbeit neu denken und leben und Grundsicherung und Existenzminimum. Grundlagen: Wikipedia: Künstliche Intelligenz.

Häufige Fragen

Wird Arbeit zum Hobby? Nicht von selbst. Es hängt davon ab, wie Einkommen und Zugang gestaltet werden.

Was kann ich tun? Bildung und Fähigkeiten pflegen, die Maschinen nicht ersetzen: Begegnung, Urteilskraft, Gestaltung.

Fazit: Arbeit im Zeitalter der KI

Arbeit im Zeitalter der KI ist ein Baustein der sozialen Dreigliederung. Wer Arbeit im Zeitalter der KI ernst nimmt, stärkt Freiheit im Geistesleben, Gleichheit im Rechtsleben und Brüderlichkeit in der Wirtschaft.

Beginne mit einem kleinen Schritt: Arbeit im Zeitalter der KI wird Wirklichkeit, wenn Menschen sie gemeinsam gestalten.

Titelbild zum Beitrag: Was können kleine Spenden bewirken?

Was können kleine Spenden bewirken?

Kleine Spenden können Großes bewirken: Gezielt ausgewählt, tragen sie Projekte, die ohne geschenktes Geld nie entstünden. Dieser Beitrag zeigt, warum Schenkgeld die kulturelle Vielfalt nährt.

Was können kleine Spenden bewirken?

Schenkung Stiftung

Kulturelle Vielfalt nährt sich durch Schenkgeld – Spenden ergeben Sinn.

Die Zukunft „freut“ sich über Gelder oder Zuwendungen, als Schenkungen oder wenn gestiftet wird. So können Projekte und Initiativen finanziert werden, die ohne geschenktes Geld schwerlich möglich sind. So kann völlig Neues entstehen. Bildungs- sowie Kulturprojekte mit Bezug zur Ökologie, welche besonders der Jugend zugutekommen, sind die produktivsten Zukunftsgaranten.

Es gibt eine Vielfalt von Natur-, Landwirtschafts-, Theater-, Musik- und Sozialprojekten, die jeder Einzelne fördern kann. Die Unterstützung von Partnerschaftsprojekten in armen Ländern fördert zudem ein globales Zukunftsvertrauen.

Gezielt ausgewählte Projekte am Monatsende 5 Euro zu spenden, kann viel bewirken und Crowdfunding ist ein wesentliches Instrument, um neue Wege zu gehen und die Welt zu verändern.

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Kleine Spenden: Warum Schenkgeld Zukunft ermöglicht

Schenkgeld unterscheidet sich von Kaufgeld und Leihgeld: Es fließt ohne Gegenleistung dorthin, wo etwas Neues entstehen soll. Bildungs- und Kulturprojekte mit Bezug zur Ökologie, besonders jene, die der Jugend zugutekommen, sind aus dieser Sicht die produktivsten Zukunftsgaranten.

Kleine Spenden wirken, weil viele Menschen zusammenkommen. Fünf Euro am Monatsende sind für den Einzelnen leicht, für ein Projekt aber ein verlässliches Fundament.

Wohin kleine Spenden fließen können

  • Natur und Landwirtschaft: Hofgemeinschaften, Saatgutinitiativen und Biotope.
  • Kunst und Kultur: Theater, Musik und Ausstellungen, die der Markt nicht trägt.
  • Soziales: Nachbarschaftshilfen, Tafeln und Jugendprojekte.
  • Weltweit: Partnerschaften mit Projekten in armen Ländern fördern globales Zukunftsvertrauen.

Kleine Spenden und Crowdfunding

Crowdfunding macht es möglich, viele kleine Spenden zu bündeln. Es ist ein wesentliches Instrument, um neue Wege zu gehen und etwas zu verändern. Eine Einführung bietet Wikipedia: Crowdfunding.

Im Sinne der Dreigliederung gehört das Schenken zum Geistesleben: Es entsteht aus Freiheit und Begeisterung, nicht aus Zwang. Mehr dazu in Stiftungen und Schenkungen und Kaufen, Leihen und Schenken.

Was du tun kannst

Wähle ein Projekt aus, das dir am Herzen liegt, und richte einen Dauerauftrag ein, so klein er auch sei. Kleine Spenden wirken am stärksten, wenn sie regelmäßig fließen und du das Projekt kennst.

Titelbild zum Beitrag: Was kann eine Stiftung für Arbeit leisten?

Was kann eine Stiftung für Arbeit leisten?

Was kann eine Stiftung für Arbeit leisten? Dieser Beitrag zeigt, wie Arbeitsangebote gesammelt und verteilt werden können, auch als Schenkarbeit.

Was kann eine Stiftung für Arbeit leisten?

Arbeit ist ein Grundbedürfnis des Menschen und nach der UN-Charta der Menschenrechte ein Grundrecht. Neben Essen, Trinken, Kleidung und Wohnen ist die Möglichkeit zur Arbeit für Menschen lebensnotwendig – weil Arbeit mehr ist als Einkommensquelle. Sie gibt Sinn, Struktur und Würde.

Vielleicht sollte eine Stiftung im Sinne einer Assoziation gegründet werden, die Arbeitsangebote sammelt und verteilt. Diese könnten sich zunächst auf soziale Arbeit, Beratungsarbeit sowie Gemeinschaftsprojekte konzentrieren, dann aber ausgeweitet werden auf Projekte mit ökonomischen Aspekten. Die Arbeit könnte zu Beginn als Schenkarbeit beginnen, die zumindest einen Teil des Lebensunterhalts sichert.

Warum eine neue Instanz?

Die Bundesagentur für Arbeit erfüllt heute in erster Linie eine bürokratische Verwaltungsfunktion. Sie vermittelt Stellen, verwaltet Transferleistungen und kontrolliert die Einhaltung von Mitwirkungspflichten. Was sie nicht kann: Arbeitsangebote jenseits des klassischen Beschäftigungsverhältnisses sichtbar machen – soziale Projekte, Gemeinschaftsgärten, Kulturinitiativen, Selbsthilfeorganisationen, lokale Wirtschaftskreisläufe.

Viele Menschen, die erwerbslos sind, wären bereit, Sinnvolles zu tun – wenn sie wüssten wo und wenn zumindest ein Teil ihres Lebensunterhalts gesichert wäre. Eine Stiftung für Arbeit könnte diese Brücke bauen.

Wie eine solche Stiftung funktionieren könnte

  • Datenbank für Arbeitsmöglichkeiten: Projekte, Initiativen und Unternehmen melden Bedarfe – von der Ein-Stunden-Beratung bis zum langfristigen Engagement
  • Regionale Netzwerke: Lokale Stiftungsgruppen vermitteln zwischen Suchenden und Anbietenden in ihrer Region
  • Grundfinanzierung ermöglichen: Über Schenkungen, öffentliche Mittel oder assoziative Wirtschaftskreisläufe wird zumindest eine Grundversorgung gesichert
  • Übergang in Erwerbsarbeit: Wer über die Stiftung tätig wird, knüpft Kontakte, baut Kompetenz auf und findet leichter reguläre Beschäftigung

Stiftung für Arbeit im Sinne der Dreigliederung

Im Sinne der Sozialen Dreigliederung gehört eine solche Stiftung in das Schnittfeld von Wirtschaftsleben und Geistesleben: Sie ist wirtschaftlich tätig (vermittelt produktive Arbeit), aber ihr Kern ist gemeinschaftlich und sozial. Sie ist weder staatlich noch rein marktwirtschaftlich – sondern assoziativ. Genau das macht sie zu einem zeitgemäßen Instrument.

Arbeit darf nicht länger nur als Ware betrachtet werden, die auf einem Arbeitsmarkt ge- und verkauft wird. Sie ist menschliche Schöpfungskraft im Dienst der Gemeinschaft – und als solche zu schützen und zu fördern.

Weiterführend: Arbeit und Einkommen · Arbeit neu denken · Erwerbslosigkeit · Stiftungen und Schenkungen

Stiftung für Arbeit: Warum Arbeit mehr ist als Einkommen

Arbeit gibt Sinn, Struktur und Würde. Nach der UN-Charta der Menschenrechte ist sie ein Grundrecht. Eine Stiftung für Arbeit könnte im Sinne einer Assoziation Arbeitsangebote sammeln und verteilen.

3 Aufgaben der Stiftung für Arbeit

  • Soziale Arbeit und Beratung: Zunächst konzentriert sie sich auf soziale Arbeit, Beratungsarbeit und Gemeinschaftsprojekte.
  • Ökonomische Projekte: Später werden Projekte mit wirtschaftlichen Aspekten einbezogen.
  • Schenkarbeit: Die Arbeit beginnt als Schenkarbeit, die zumindest einen Teil des Lebensunterhalts sichert.

Stiftung für Arbeit und die Rolle der Behörden

Eine neue Instanz ergänzt, was die Bundesagentur für Arbeit leistet, und schafft Raum für Initiative. Die Stiftung für Arbeit bringt Menschen und Aufgaben direkt zusammen. Mehr dazu in Arbeit neu denken und leben, Erwerbslosigkeit und Kurzarbeitergeld und Kleine Spenden. Grundlagen: Wikipedia: Bundesagentur für Arbeit.

Häufige Fragen

Ersetzt sie die Arbeitsagentur? Nein, sie ergänzt sie durch freie Initiative und Gemeinschaftsprojekte.

Wie kann ich mitmachen? Biete Zeit, Wissen oder Räume an und vernetze dich mit lokalen Initiativen.

Menschenrechte am Arbeitsplatz: Team im Gespräch am Tisch

Gelten die Menschenrechte an jedem Arbeitsplatz?

Gelten die Menschenrechte am Arbeitsplatz? Dieser Beitrag zeigt, wie Freiheit, Gleichheit und Solidarität in jedem Betrieb ausgewogen verwirklicht werden können.

Gelten die Menschenrechte an jedem Arbeitsplatz?

Wir schätzen die Ideale „Freiheit – Gleichheit – Solidarität“ vor allen anderen. Wir üben, sie in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen, sie zu leben und anderen zuteil werden zu lassen. So erkennen wir, dass ein Mehr an Freiheit die Reduzierung von Gleichheit und/oder Solidarität zur Folge haben kann. Ebenso wird mehr Solidarität dadurch erreicht, dass entweder das Prinzip der Gleichheit oder auch der eine oder andere Freiheitsraum reduziert wird.

Wir erwarten in jeder Einrichtung, jedem Verein und Unternehmen, dass diese drei Lebensfelder in ausgewogenem Maße für jeden Mitarbeitenden verwirklicht werden. Dies soll mit den Mitarbeitenden – soweit sie dies wünschen – immer wieder besprochen und vereinbart werden. Hierarchische Führung in Einrichtungen und Unternehmen wird nur dazu benutzt, die „Gleichheit“ aller vor Gesetzen und Vereinbarungen sicherzustellen; Abmahnungen und Sanktionen bedürfen klarer Begründungen mit dem Nachweis von Verstößen gegen Rechtsvorschriften. Teamarbeit und Delegation der Verantwortlichkeit stehen jedem Mitarbeitenden in angemessenem Verhältnis zu.

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Menschenrechte am Arbeitsplatz: Drei Ideale im Gleichgewicht

Freiheit, Gleichheit, Solidarität: Diese Ideale werden hoch geschätzt, doch sie stehen in Spannung. Mehr Freiheit kann Gleichheit oder Solidarität mindern, mehr Solidarität verlangt manchmal Freiräume ab. Menschenrechte am Arbeitsplatz heißen deshalb, das Verhältnis ständig neu auszubalancieren.

3 Prinzipien für Menschenrechte am Arbeitsplatz

  • Freiheit: Jeder Mitarbeitende hat Raum, eigene Fähigkeiten und Ideen einzubringen.
  • Gleichheit: Alle sind vor Gesetzen und Vereinbarungen gleich. Hierarchische Führung dient nur dazu, diese Gleichheit zu sichern.
  • Solidarität: Lasten und Erfolge werden gemeinsam getragen.

Gespräch statt Anordnung

In jeder Einrichtung, jedem Verein und jedem Unternehmen sollen diese drei Lebensfelder in ausgewogenem Maß für jeden Mitarbeitenden verwirklicht werden. Das geschieht im Gespräch, das immer wieder geführt und vereinbart wird, soweit die Mitarbeitenden es wünschen. So werden Menschenrechte am Arbeitsplatz erlebbare Praxis, nicht nur ein Satz im Leitbild.

Die Dreigliederung ordnet die drei Ideale den drei Lebensbereichen zu. Mehr dazu in Hierarchien durch differenzierte Führung ersetzen und Arbeit neu denken und leben. Den Wortlaut der Grundlagen findest du bei Wikipedia: Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.

Was du tun kannst

Sprich im Team darüber, wie Freiheit, Gleichheit und Solidarität bei euch gelebt werden. Wer Menschenrechte am Arbeitsplatz ernst nimmt, beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme.

Titelbild zum Beitrag: Kann differenzierte Führung Hierarchien ersetzen?

Kann differenzierte Führung Hierarchien ersetzen?

Kann differenzierte Führung Hierarchien ersetzen? Dieser Beitrag zeigt, wie alle Mitwirkenden zu Mitunternehmern werden können.

Kann differenzierte Führung Hierarchien ersetzen?

Wir engagieren uns, wo immer wir arbeiten, für gegenseitige Wertschätzung:

Dies erfordert, dass alle Mitwirkenden mit ihren Bedürfnissen, Erwartungen, und Fähigkeiten angesprochen und gefördert werden.

Die heutige Spaltung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer wollen wir schrittweise überwinden, indem wir versuchen, alle „Mitunternehmer“ zu werden. Den Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden steht hierzu ein großer Wandel bevor, bis hin zur Selbstauflösung und Schaffung einer gemeinsamen Entwicklungsorganisation.

In unseren Arbeitszusammenhängen kann dies durch differenziertes, tri-modales Management bewirkt werden: dies, indem Teamarbeit, Führung auf der Basis gesetzlicher Regelungen und Vereinbarungen, sowie Delegation der Verantwortlichkeit praktiziert wird. Weisungsbefugnis wird dabei ausschließlich auf Handlungen beschränkt, die im Rechtsbereich liegen oder sich auf getroffene Vereinbarungen stützen.

Wir wünschen uns für alle Unternehmen, dass die Führungsmethoden gemeinsam erarbeitet werden und sich in der Unternehmensphilosophie, in Stellenbeschreibungen und dgl. widerspiegeln. Damit werden die gegenseitige Wertschätzung und individuelle Entwicklung gefördert, wie auch das Wohl des Unternehmens gesichert. Erst durch die Einräumung freier Gesprächsräume und eigener Verantwortlichkeit für jeden Mitarbeitenden werden im Unternehmen die Allgemeinen Menschenrechte und die verfassungsgemäßen Freiheitsräume verwirklicht.

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Differenzierte Führung: Wertschätzung als Grundlage

Gegenseitige Wertschätzung verlangt, dass alle Mitwirkenden mit ihren Bedürfnissen, Erwartungen und Fähigkeiten angesprochen und gefördert werden. Die Spaltung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer soll schrittweise überwunden werden: Alle werden Mitunternehmer. Differenzierte Führung ist dazu das Werkzeug.

3 Bausteine der differenzierten Führung

  • Teamarbeit: Menschen lösen Aufgaben gemeinsam und auf Augenhöhe.
  • Führung auf Basis von Regeln: Gesetzliche Regelungen und Vereinbarungen bilden den Rahmen.
  • Delegation von Verantwortung: Entscheidungen fallen dort, wo das Wissen liegt.

Weisungsbefugnis wird bei differenzierter Führung nur auf Handlungen begrenzt, die im Rechtsbereich liegen. Fachliches und Kreatives bleibt Sache der Mitwirkenden.

Differenzierte Führung und Dreigliederung

Das tri-modale Management bildet die Dreigliederung im Betrieb ab: Teamarbeit entspricht dem Geistesleben, Regeln dem Rechtsleben, Delegation dem Wirtschaften. Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände stehen vor einem Wandel hin zu einer gemeinsamen Entwicklungsorganisation. Mehr in Menschenrechte am Arbeitsplatz, Arbeit neu denken und leben und Unternehmen und Assoziationen. Einordnung: Wikipedia: Führungsstil.

Was du tun kannst

Probiere differenzierte Führung im Kleinen aus: ein Projekt im Team, klare Regeln, eine übertragene Verantwortung. Wer differenzierte Führung erlebt, stellt Hierarchien selbst infrage.

Titelbild zum Beitrag: Wie lässt sich Allgemeinwohl dokumentieren?

Wie lässt sich Allgemeinwohl dokumentieren?

Wie lässt sich das Allgemeinwohl dokumentieren? Dieser Beitrag stellt die Wertebilanz vor, eine Rechenschaft, die zeigt, ob ein Unternehmen fair, nachhaltig und gemeinwohlorientiert arbeitet.

Wie lässt sich Allgemeinwohl dokumentieren?

Wo immer wir mitarbeiten, achten wir darauf, dass alle Zulieferer und die Empfänger unserer Leistungen fair bedient und behandelt werden. Preise und Lieferbedingungen werden stets den Interessen aller Beteiligter gerecht.

Wir engagieren uns dafür, dass, wo immer wir mitarbeiten, zusätzlich zu Gewinn- und Verlustrechnungen und Bilanzen eine Wertebilanz erstellt und publiziert wird.

Wertebilanz – nachhaltig Werte bilanzieren

Wir wünschen uns, dass der Gesetzgeber zusätzlich zu den geforderten G-V-Rechnungen und Bilanzen derartig erweiterte Rechenschaftsregelungen für alle öffentlich-rechtlichen und gesetzlich registrierten Körperschaften verbindlich vorschreibt, wobei die Art der zusätzlichen Rechenschaftslegung frei gestellt sein sollte. Dabei gilt es vor allem, das Engagement für den Umweltschutz (siehe Artikel 37 Europäische Grundrecht Charta) bewusst zu erfassen und zu dokumentieren. Ganz besonders dringlich erscheint uns, dass die dem Bund, den Ländern und Gemeinden gehörenden Unternehmen (z.B. Deutsche Bahn AG, Stadtwerke, Wasserbetriebe usw.) solche erweiterten Rechenschaftslegungen umsetzen.

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Allgemeinwohl dokumentieren: Warum Bilanzen nicht genügen

Gewinn- und Verlustrechnungen und Bilanzen zeigen, was verdient wurde. Sie sagen nichts darüber, ob Zulieferer fair bezahlt wurden, ob Kunden gut bedient wurden oder ob die Umwelt geschont wurde. Wer das Allgemeinwohl dokumentieren will, braucht zusätzliche Maßstäbe.

3 Wege, das Allgemeinwohl zu dokumentieren

  • Fairer Umgang: Preise und Lieferbedingungen werden den Interessen aller Beteiligten gerecht.
  • Wertebilanz: Zusätzlich zu den üblichen Rechnungen wird eine Wertebilanz erstellt und veröffentlicht.
  • Gesetzliche Pflicht: Der Gesetzgeber schreibt erweiterte Rechenschaft für alle öffentlich-rechtlichen und gesetzlich registrierten Körperschaften verbindlich vor, wobei die Art der Darstellung frei bleibt.

Allgemeinwohl dokumentieren und Umweltschutz

Dabei geht es besonders um das Engagement für den Umweltschutz, wie er in Artikel 37 der Europäischen Grundrechtecharta verankert ist. Eine freie Gestaltung der Wertebilanz fördert Vielfalt: Jede Organisation zeigt auf ihre Weise, wie sie das Allgemeinwohl dokumentieren und stärken will.

Mehr dazu in Gemeinnütziges Wirtschaften und Unternehmen und Assoziationen. Ein bekanntes Modell ist die Wikipedia: Gemeinwohl-Ökonomie.

Was du tun kannst

Frage Unternehmen, bei denen du kaufst oder arbeitest, ob sie das Allgemeinwohl dokumentieren. Wenn du selbst Verantwortung trägst, beginne mit einer einfachen Wertebilanz und veröffentliche sie.

Titelbild zum Beitrag: Wie schaffen wir Freiraum für gemeinnütziges Wirtschaften?

Wie schaffen wir Freiraum für gemeinnütziges Wirtschaften?

Wie schaffen wir Freiraum für gemeinnütziges Wirtschaften? Dieser Beitrag zeigt, warum Rechtsformen das Gemeinwohl heute behindern können.

Wie schaffen wir Freiraum für gemeinnütziges Wirtschaften?

Wir engagieren uns in Initiativen und schätzen bewährte Rechtsstrukturen, die vor allem auch die Anerkennung gemeinnütziger Zwecke umfassen (Stiftung, Eingetragener Verein, Genossenschaft, eGmbH, GmbH und Aktiengesellschaft).

Wir bedauern, dass Unternehmen als GmbH und AG gesetzlich gezwungen sind, Gewinne zu erwirtschaften, und dass deren Geschäftsführer bzw. Vorstände sich strafbar machen, wenn sie Aktivitäten zum Allgemeinwohl ausführen (als Veruntreuung gegenüber Gesellschaftern).

Wir wünschen uns gesetzliche Regelungen, die dies ausdrücklich zulassen, ja sogar fördern: Damit wird die im Grundgesetz (GG) verankerte Allgemeinwohlverpflichtung der Wirtschaft zumindest teilweise in eine gesetzliche Regelung übergeführt.

Was gemeinnütziges Wirtschaften bedeutet

Wirtschaften im Sinne der Sozialen Dreigliederung hat von Natur aus einen gemeinschaftlichen Charakter: Kein Unternehmen produziert allein – es ist eingebettet in Lieferketten, Infrastruktur, einen Markt aus Konsumenten und ein gesellschaftliches Umfeld, das durch Bildung, Recht und Kultur geprägt ist. Diese gesellschaftliche Einbettung schafft eine Verpflichtung: Wer wirtschaftlich tätig ist, ist dem Allgemeinwohl gegenüber verantwortlich.

Das Gemeinwohl-Konzept in der Praxis

Die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) hat ein konkretes Instrument entwickelt: die Gemeinwohl-Bilanz. Anstatt nur Gewinn und Verlust zu messen, bewertet die GWÖ-Bilanz ein Unternehmen nach:

  • Menschenwürde in Lieferketten und beim Personal
  • Solidarität und soziale Gerechtigkeit
  • Ökologische Nachhaltigkeit
  • Transparenz und Mitbestimmung
  • Beitrag zur Gemeinschaft

Mehr als 1.000 Unternehmen weltweit – darunter viele aus dem deutschsprachigen Raum – erstellen bereits freiwillig eine Gemeinwohl-Bilanz.

Das rechtliche Problem

Das geltende Gesellschaftsrecht zwingt GmbH- und AG-Führungen faktisch zur Gewinnmaximierung. § 93 des Aktiengesetzes (Sorgfaltspflicht des Vorstands) und die Treuepflicht gegenüber Gesellschaftern schaffen eine Haftungsfalle für Führungskräfte, die bewusst auf Gewinn zugunsten des Allgemeinwohls verzichten. Dieses rechtliche Konstrukt ist ein strukturelles Hindernis für gemeinnütziges Wirtschaften.

Wege zur Veränderung

  • Neue Rechtsformen wie die Genossenschaft oder die Gemeinwohl-AG, die das Allgemeinwohl als Unternehmenszweck verankern
  • Steuerliche Vorteile für Unternehmen, die nachweislich gemeinnützig wirtschaften
  • Öffentliche Gemeinwohl-Bilanzen als Transparenzinstrument für Konsumentinnen und Konsumenten
  • Änderung des Aktiengesetzes, um Führungskräfte bei gemeinnützigen Entscheidungen zu schützen

Weiterführend: Verantwortungseigentum ermöglichen · Unternehmen und Assoziationen · Allgemeinwohl dokumentieren · Kooperationen und Zusammenarbeit

Gemeinnütziges Wirtschaften: Welche Rechtsformen helfen?

Für gemeinnützige Zwecke gibt es bewährte Strukturen: Stiftung, eingetragener Verein, Genossenschaft, eGmbH sowie GmbH und Aktiengesellschaft. Doch gerade GmbH und AG sind gesetzlich zum Gewinn verpflichtet. Gemeinnütziges Wirtschaften stößt hier an Grenzen.

3 Hindernisse für gemeinnütziges Wirtschaften

  • Gewinnzwang: Unternehmen als GmbH und AG müssen Gewinne erwirtschaften.
  • Haftungsrisiko: Geschäftsführer und Vorstände machen sich strafbar, wenn sie Aktivitäten zum Allgemeinwohl ausführen. Das gilt als Veruntreuung gegenüber den Gesellschaftern.
  • Fehlende Regelung: Das Grundgesetz verankert die Allgemeinwohlverpflichtung der Wirtschaft, doch das Gesetz setzt sie nur teilweise um.

Gemeinnütziges Wirtschaften gesetzlich zulassen

Gewünscht sind gesetzliche Regelungen, die gemeinnütziges Wirtschaften ausdrücklich zulassen und sogar fördern. Dann können Unternehmen dem Allgemeinwohl dienen, ohne rechtliche Nachteile zu fürchten. Mehr dazu in Wie lässt sich Allgemeinwohl dokumentieren?, Unternehmensgewinne und Einkommen und Stiftungen und Schenkungen. Grundlagen: Wikipedia: Gemeinnützigkeit.

Häufige Fragen

Ist gemeinnütziges Wirtschaften unwirtschaftlich? Nein. Es heißt, Gewinne dem Zweck zu widmen, statt sie auszuschütten.

Wie kann ich mitwirken? In Genossenschaften, Vereinen und gemeinwohlorientierten Unternehmen.

Wirtschaftswandel beginnen: Gemüsefeld mit Menschen bei der Ernte

Wie können Bürger den Wirtschaftswandel heute beginnen?

Wie können Bürger den Wirtschaftswandel beginnen? Dieser Beitrag zeigt, wie Konsumenten und Landwirte gemeinsam Agrarland neu verantworten.

Wie können Bürger den Wirtschaftswandel heute beginnen?

In Mitteleuropa stehen jedem Bürger 2.000 bis 2.500 m2 Fläche für die landwirtschaftliche Produktion und damit für die Ernährung zur Verfügung. Mitverantwortung und Sicherheiten können z.B. durch Konsumentenkreise geschaffen werden, die sich mit Landwirten arrangieren (Solidarische Landwirtschaft bzw. Community Supported Agriculture).

Gemeinsam kann Agrarland von Schulden, Spekulationsdruck und Chemie in Düngemitteln oder Pflanzenschutzmitteln befreit werden. Kultur-Bauernhöfe könnten entstehen, die auch Volkspädagogik, Begegnungsmöglichkeiten, vielfältige Arbeitsbereiche u.v.m. bieten. Nur gesunder Boden schafft gesunde Pflanzen, gesunde Tiere, gesunde Menschen und damit eine gesunde Grundlage für Kultur und Wirtschaft.

Vermehrtes Zugehen auf Nachbarn und Kollegen, auch wenn es nicht leichtfällt. Wir sind aufeinander angewiesen – bald vielleicht noch mehr denn je. Arbeit, Ideen, Gärten, Autos und vieles andere kann noch viel mehr geteilt werden!

Weniger kaufen, dafür vermehrt gesunde und sozial-ökologisch vertretbar hergestellte Produkte, möglichst aus der Region. Käufe bei profitorientierten Konzernen vermeiden, wenn deren Gewinnstreben auf Kosten von Mitmenschen und Mitwelt geht. Als bewusster Konsument habe ich einen enormen Einfluss, vielleicht mehr, als ich es mir vorzustellen vermag.

Mittel- und langfristig können die Wohn-, Arbeits- und Sozial-Orte möglichst nahe zueinander gelegt werden. Geh- und Fahrraddistanzen wären ideal. Zumindest kann darauf geachtet werden, dass öffentliche Verkehrsmittel oder Car-Sharing als umweltschonende Alternativen möglich sind.

Wir verschwenden ungeheurere Mengen an Energie ohne wirklichen Nutzen. Schon der bewusste Umgang beim Energie- und Ressourcenverbrauch ändert viel. Mit neuen Technologien können unsere Häuser bis zu 100% energie-neutral oder zu Plusenergiehäusern umgebaut werden, die mehr Energie produzieren, als sie verbrauchen.

Eine weitere Überbauung unserer Landschaft kann durch die Reduzierung unseres eigenen Raumbedarfes auf ein für alle gesundes Maß zurückgeführt werden. Dies bringt ökonomische, soziale und ökologische Entlastungen.

Weniger Fleischkonsum lindert den weltweiten Hunger und schont unsere Ressourcen.

 

Die Bereitschaft, nachvollziehbare und faire Preise zu bezahlen, stärkt alle Beteiligten! Als Bewusstseinsübung können wir jeden Tag innerlich ein Konsumgut bis zum Anfang seiner Entstehungskette zurückverfolgen.

Wir können in nachhaltige Projekte investieren mit dem Anspruch auf realistische Renditen. Ökologische Landwirtschaft, Entwicklung von ökologiefreundlichen Technologien, Sozialprojekte usw. Sichere Umwelt- und Lebensverhältnisse sind die Rendite!

Die Beschäftigung mit zukunftsfähigen lokalen Alternativwährungen, die parallel zum offiziellen Geld eingesetzt werden, stärkt nicht nur das Regional- und Ressourcenbewusstsein, sondern auch die lokale Realwirtschaft.

Gerade durch Regionalwährungen kann erlebt werden, wie Geldkreisläufe funktionieren und bewusst gestaltet werden können, so dass regionales Wirtschaften beflügelt wird.

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Wirtschaftswandel beginnen: Mit dem, was wir essen

In Mitteleuropa stehen jedem Bürger etwa 2.000 bis 2.500 Quadratmeter für die landwirtschaftliche Produktion zur Verfügung. Wer den Wirtschaftswandel beginnen will, kann bei der Ernährung ansetzen: Konsumentenkreise arrangieren sich mit Landwirten und teilen Verantwortung und Sicherheit.

3 Schritte, um den Wirtschaftswandel zu beginnen

  • Konsumentenkreis gründen: Solidarische Landwirtschaft verbindet Erzeuger und Verbraucher.
  • Land befreien: Gemeinsam lässt sich Agrarland von Schulden, Spekulationsdruck und Chemie befreien.
  • Kultur-Bauernhöfe aufbauen: Höfe können auch Volkspädagogik und Begegnung ermöglichen.

Wirtschaftswandel beginnen und die Dreigliederung

Die Dreigliederung versteht Wirtschaft als Zusammenarbeit zur Bedarfsdeckung. Wer den Wirtschaftswandel beginnt, übt dies im Kleinen. Mehr dazu in Bedarfsgerechte Produktion, Grund und Boden, Rohstoffe, Gewässer und Mitgestalten auf lokaler Ebene. Grundlagen: Wikipedia: Solidarische Landwirtschaft.

Häufige Fragen

Wie finde ich eine Solidarische Landwirtschaft? Über regionale Netzwerke oder eine Suche nach Höfen in deiner Nähe.

Was kostet das? Du trägst einen festen Anteil der Kosten und erhältst dafür einen Ernteanteil.

Fazit: Wirtschaftswandel beginnen

Wirtschaftswandel beginnen ist ein Baustein der sozialen Dreigliederung. Wer Wirtschaftswandel beginnen ernst nimmt, stärkt Freiheit im Geistesleben, Gleichheit im Rechtsleben und Brüderlichkeit in der Wirtschaft.

Beginne mit einem kleinen Schritt: Wirtschaftswandel beginnen wird Wirklichkeit, wenn Menschen sie gemeinsam gestalten.

Bedarfsgerechte Produktion: Gemüsekisten auf einem Hofmarkt

Wie produzieren wir bedarfsgerecht und regional?

Bedarfsgerechte Produktion bedeutet: Erzeugen, was gebraucht wird, und zwar dort, wo es gebraucht wird. Dieser Beitrag zeigt, wie Assoziationen das ermöglichen.

Wie produzieren wir bedarfsgerecht und regional?

Durch Assoziationen kommen wir von der heutigen naturvernichtenden Überproduktion zu einer bedarfsorientierten Versorgung der Mitmenschen. Die meisten Bedarfsgüter stammen dabei aus der Region. Die wachsende Bewegung der Solidarischen Landwirtschaft zeigt uns bereits, in welche Richtung uns regionale Assoziationen führen können. Landwirte und Gärtner schließen sich mit Konsumenten aus der Region zusammen und besprechen deren Bedarf.

Dabei werden aber auch die Möglichkeiten des Bodens und der landwirtschaftlichen Mitarbeiter mit einbezogen. Gemeinsam einigen sie sich auf Menge und Art der Produktion und deren Kosten. Neben einer wirtschaftlichen Verantwortung füreinander werden viele andere Lebensbereiche wie Ökologie, Gesprächskultur, Rechtsformen, Erziehung der Kinder, Leih- und Schenk-Fragen und kulturelle Themen mit einbezogen.

Durch Assoziationen kommen wir von der heutigen naturvernichtenden Überproduktion zu einer bedarfsorientierten Versorgung der Mitmenschen.

Die meisten Bedarfsgüter stammen dabei aus der Region. Die wachsende Bewegung der Solidarischen Landwirtschaft zeigt uns bereits, in welche Richtung uns regionale Assoziationen führen können. Landwirte und Gärtner schließen sich mit Konsumenten aus der Region zusammen und besprechen deren Bedarf. Dabei werden aber auch die Möglichkeiten des Bodens und der landwirtschaftlichen Mitarbeiter mit einbezogen.

Gemeinsam einigen sie sich auf Menge und Art der Produktion und deren Kosten. Neben einer wirtschaftlichen Verantwortung füreinander werden viele andere Lebensbereiche wie Ökologie, Gesprächskultur, Rechtsformen, Erziehung der Kinder, Leih- und Schenk-Fragen und kulturelle Themen mit einbezogen.

Neue Wege zu einer solidarischen und bedarfsgerechten Wirtschaftsweise erfinden

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Bedarfsgerechte Produktion: Von der Überproduktion zur Versorgung

Heute produziert die Wirtschaft oft mehr, als gebraucht wird, und zerstört dabei Natur. Assoziationen können das ändern: Erzeuger und Verbraucher sprechen miteinander und stimmen ab, was gebraucht wird. So entsteht eine bedarfsgerechte Produktion, die Mitmenschen versorgt, statt Märkte zu überfluten.

3 Beispiele für bedarfsgerechte Produktion

  • Solidarische Landwirtschaft: Landwirte und Gärtner schließen sich mit Konsumenten der Region zusammen und besprechen deren Bedarf.
  • Gemeinsame Planung: Menge, Art der Produktion und Kosten werden gemeinsam vereinbart, unter Berücksichtigung des Bodens und der Mitarbeitenden.
  • Regionale Kreisläufe: Die meisten Bedarfsgüter stammen aus der Region.

Bedarfsgerechte Produktion verbindet Lebensbereiche

Neben der wirtschaftlichen Verantwortung füreinander werden Ökologie, Gesprächskultur, Rechtsformen, Kindererziehung, Leih- und Schenkfragen und kulturelle Themen einbezogen. Bedarfsgerechte Produktion ist deshalb mehr als Landwirtschaft: Sie ist gelebte Gemeinschaft. Mehr dazu in Gemeinnütziges Wirtschaften, Unternehmen und Assoziationen und Kooperationen und Zusammenarbeit. Grundlagen: Wikipedia: Solidarische Landwirtschaft.

Was du tun kannst

Suche in deiner Region nach einer Solidarischen Landwirtschaft und werde Mitglied. Wer bedarfsgerechte Produktion unterstützt, bekommt frische Lebensmittel und stärkt regionale Erzeuger.