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Kleine Spenden

Kleine Spenden können großes bewirken

Schenkung Stiftung

Kulturelle Vielfalt nährt sich durch Schenkgeld – Spenden ergeben Sinn.

Die Zukunft „freut“ sich über Gelder oder Zuwendungen, als Schenkungen oder wenn gestiftet wird. So können Projekte und Initiativen finanziert werden, die ohne geschenktes Geld schwerlich möglich sind. So kann völlig Neues entstehen. Bildungs- sowie Kulturprojekte mit Bezug zur Ökologie, welche besonders der Jugend zugutekommen, sind die produktivsten Zukunftsgaranten.

Es gibt eine Vielfalt von Natur-, Landwirtschafts-, Theater-, Musik- und Sozialprojekten, die jeder Einzelne fördern kann. Die Unterstützung von Partnerschaftsprojekten in armen Ländern fördert zudem ein globales Zukunftsvertrauen.

Gezielt ausgewählte Projekte am Monatsende 5 Euro zu spenden, kann viel bewirken und Crowdfunding ist ein wesentliches Instrument, um neue Wege zu gehen und die Welt zu verändern.


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Stiftung für Arbeit

Stiftung für Arbeit – ein Werkzeug für eine menschliche Wirtschaft

Arbeit ist ein Grundbedürfnis des Menschen und nach der UN-Charta der Menschenrechte ein Grundrecht. Neben Essen, Trinken, Kleidung und Wohnen ist die Möglichkeit zur Arbeit für Menschen lebensnotwendig – weil Arbeit mehr ist als Einkommensquelle. Sie gibt Sinn, Struktur und Würde.

Vielleicht sollte eine Stiftung im Sinne einer Assoziation gegründet werden, die Arbeitsangebote sammelt und verteilt. Diese könnten sich zunächst auf soziale Arbeit, Beratungsarbeit sowie Gemeinschaftsprojekte konzentrieren, dann aber ausgeweitet werden auf Projekte mit ökonomischen Aspekten. Die Arbeit könnte zu Beginn als Schenkarbeit beginnen, die zumindest einen Teil des Lebensunterhalts sichert.

Warum eine neue Instanz?

Die Bundesagentur für Arbeit erfüllt heute in erster Linie eine bürokratische Verwaltungsfunktion. Sie vermittelt Stellen, verwaltet Transferleistungen und kontrolliert die Einhaltung von Mitwirkungspflichten. Was sie nicht kann: Arbeitsangebote jenseits des klassischen Beschäftigungsverhältnisses sichtbar machen – soziale Projekte, Gemeinschaftsgärten, Kulturinitiativen, Selbsthilfeorganisationen, lokale Wirtschaftskreisläufe.

Viele Menschen, die erwerbslos sind, wären bereit, Sinnvolles zu tun – wenn sie wüssten wo und wenn zumindest ein Teil ihres Lebensunterhalts gesichert wäre. Eine Stiftung für Arbeit könnte diese Brücke bauen.

Wie eine solche Stiftung funktionieren könnte

  • Datenbank für Arbeitsmöglichkeiten: Projekte, Initiativen und Unternehmen melden Bedarfe – von der Ein-Stunden-Beratung bis zum langfristigen Engagement
  • Regionale Netzwerke: Lokale Stiftungsgruppen vermitteln zwischen Suchenden und Anbietenden in ihrer Region
  • Grundfinanzierung ermöglichen: Über Schenkungen, öffentliche Mittel oder assoziative Wirtschaftskreisläufe wird zumindest eine Grundversorgung gesichert
  • Übergang in Erwerbsarbeit: Wer über die Stiftung tätig wird, knüpft Kontakte, baut Kompetenz auf und findet leichter reguläre Beschäftigung

Stiftung für Arbeit im Sinne der Dreigliederung

Im Sinne der Sozialen Dreigliederung gehört eine solche Stiftung in das Schnittfeld von Wirtschaftsleben und Geistesleben: Sie ist wirtschaftlich tätig (vermittelt produktive Arbeit), aber ihr Kern ist gemeinschaftlich und sozial. Sie ist weder staatlich noch rein marktwirtschaftlich – sondern assoziativ. Genau das macht sie zu einem zeitgemäßen Instrument.

Arbeit darf nicht länger nur als Ware betrachtet werden, die auf einem Arbeitsmarkt ge- und verkauft wird. Sie ist menschliche Schöpfungskraft im Dienst der Gemeinschaft – und als solche zu schützen und zu fördern.

Weiterführend: Arbeit und Einkommen · Arbeit neu denken · Erwerbslosigkeit · Stiftungen und Schenkungen

Menschenrechte am Arbeitsplatz

Menschenrechte an jedem Arbeitsplatz

Wir schätzen die Ideale „Freiheit – Gleichheit – Solidarität“ vor allen anderen. Wir üben, sie in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen, sie zu leben und anderen zuteil werden zu lassen. So erkennen wir, dass ein Mehr an Freiheit die Reduzierung von Gleichheit und/oder Solidarität zur Folge haben kann. Ebenso wird mehr Solidarität dadurch erreicht, dass entweder das Prinzip der Gleichheit oder auch der eine oder andere Freiheitsraum reduziert wird.

Wir erwarten in jeder Einrichtung, jedem Verein und Unternehmen, dass diese drei Lebensfelder in ausgewogenem Maße für jeden Mitarbeitenden verwirklicht werden. Dies soll mit den Mitarbeitenden – soweit sie dies wünschen – immer wieder besprochen und vereinbart werden. Hierarchische Führung in Einrichtungen und Unternehmen wird nur dazu benutzt, die „Gleichheit“ aller vor Gesetzen und Vereinbarungen sicherzustellen; Abmahnungen und Sanktionen bedürfen klarer Begründungen mit dem Nachweis von Verstößen gegen Rechtsvorschriften. Teamarbeit und Delegation der Verantwortlichkeit stehen jedem Mitarbeitenden in angemessenem Verhältnis zu.


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Differenzierte Führung

Hierarchien durch differenzierte Führung ersetzen

Wir engagieren uns, wo immer wir arbeiten, für gegenseitige Wertschätzung:

Dies erfordert, dass alle Mitwirkenden mit ihren Bedürfnissen, Erwartungen, und Fähigkeiten angesprochen und gefördert werden.

Die heutige Spaltung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer wollen wir schrittweise überwinden, indem wir versuchen, alle „Mitunternehmer“ zu werden. Den Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden steht hierzu ein großer Wandel bevor, bis hin zur Selbstauflösung und Schaffung einer gemeinsamen Entwicklungsorganisation.

In unseren Arbeitszusammenhängen kann dies durch differenziertes, tri-modales Management bewirkt werden: dies, indem Teamarbeit, Führung auf der Basis gesetzlicher Regelungen und Vereinbarungen, sowie Delegation der Verantwortlichkeit praktiziert wird. Weisungsbefugnis wird dabei ausschließlich auf Handlungen beschränkt, die im Rechtsbereich liegen oder sich auf getroffene Vereinbarungen stützen.

Wir wünschen uns für alle Unternehmen, dass die Führungsmethoden gemeinsam erarbeitet werden und sich in der Unternehmensphilosophie, in Stellenbeschreibungen und dgl. widerspiegeln. Damit werden die gegenseitige Wertschätzung und individuelle Entwicklung gefördert, wie auch das Wohl des Unternehmens gesichert. Erst durch die Einräumung freier Gesprächsräume und eigener Verantwortlichkeit für jeden Mitarbeitenden werden im Unternehmen die Allgemeinen Menschenrechte und die verfassungsgemäßen Freiheitsräume verwirklicht.


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Allgemeinwohl dokumentieren

Allgemeinwohl dokumentieren

Wo immer wir mitarbeiten, achten wir darauf, dass alle Zulieferer und die Empfänger unserer Leistungen fair bedient und behandelt werden. Preise und Lieferbedingungen werden stets den Interessen aller Beteiligter gerecht.

Wir engagieren uns dafür, dass, wo immer wir mitarbeiten, zusätzlich zu Gewinn- und Verlustrechnungen und Bilanzen eine Wertebilanz erstellt und publiziert wird.

Wertebilanz – nachhaltig Werte bilanzieren

Wir wünschen uns, dass der Gesetzgeber zusätzlich zu den geforderten G-V-Rechnungen und Bilanzen derartig erweiterte Rechenschaftsregelungen für alle öffentlich-rechtlichen und gesetzlich registrierten Körperschaften verbindlich vorschreibt, wobei die Art der zusätzlichen Rechenschaftslegung frei gestellt sein sollte. Dabei gilt es vor allem, das Engagement für den Umweltschutz (siehe Artikel 37 Europäische Grundrecht Charta) bewusst zu erfassen und zu dokumentieren. Ganz besonders dringlich erscheint uns, dass die dem Bund, den Ländern und Gemeinden gehörenden Unternehmen (z.B. Deutsche Bahn AG, Stadtwerke, Wasserbetriebe usw.) solche erweiterten Rechenschaftslegungen umsetzen.


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Gemeinnütziges Wirtschaften

Freiraum für gemeinnütziges Wirtschaften

Wir engagieren uns in Initiativen und schätzen bewährte Rechtsstrukturen, die vor allem auch die Anerkennung gemeinnütziger Zwecke umfassen (Stiftung, Eingetragener Verein, Genossenschaft, eGmbH, GmbH und Aktiengesellschaft).

Wir bedauern, dass Unternehmen als GmbH und AG gesetzlich gezwungen sind, Gewinne zu erwirtschaften, und dass deren Geschäftsführer bzw. Vorstände sich strafbar machen, wenn sie Aktivitäten zum Allgemeinwohl ausführen (als Veruntreuung gegenüber Gesellschaftern).

Wir wünschen uns gesetzliche Regelungen, die dies ausdrücklich zulassen, ja sogar fördern: Damit wird die im Grundgesetz (GG) verankerte Allgemeinwohlverpflichtung der Wirtschaft zumindest teilweise in eine gesetzliche Regelung übergeführt.

Was gemeinnütziges Wirtschaften bedeutet

Wirtschaften im Sinne der Sozialen Dreigliederung hat von Natur aus einen gemeinschaftlichen Charakter: Kein Unternehmen produziert allein – es ist eingebettet in Lieferketten, Infrastruktur, einen Markt aus Konsumenten und ein gesellschaftliches Umfeld, das durch Bildung, Recht und Kultur geprägt ist. Diese gesellschaftliche Einbettung schafft eine Verpflichtung: Wer wirtschaftlich tätig ist, ist dem Allgemeinwohl gegenüber verantwortlich.

Das Gemeinwohl-Konzept in der Praxis

Die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) hat ein konkretes Instrument entwickelt: die Gemeinwohl-Bilanz. Anstatt nur Gewinn und Verlust zu messen, bewertet die GWÖ-Bilanz ein Unternehmen nach:

  • Menschenwürde in Lieferketten und beim Personal
  • Solidarität und soziale Gerechtigkeit
  • Ökologische Nachhaltigkeit
  • Transparenz und Mitbestimmung
  • Beitrag zur Gemeinschaft

Mehr als 1.000 Unternehmen weltweit – darunter viele aus dem deutschsprachigen Raum – erstellen bereits freiwillig eine Gemeinwohl-Bilanz.

Das rechtliche Problem

Das geltende Gesellschaftsrecht zwingt GmbH- und AG-Führungen faktisch zur Gewinnmaximierung. § 93 des Aktiengesetzes (Sorgfaltspflicht des Vorstands) und die Treuepflicht gegenüber Gesellschaftern schaffen eine Haftungsfalle für Führungskräfte, die bewusst auf Gewinn zugunsten des Allgemeinwohls verzichten. Dieses rechtliche Konstrukt ist ein strukturelles Hindernis für gemeinnütziges Wirtschaften.

Wege zur Veränderung

  • Neue Rechtsformen wie die Genossenschaft oder die Gemeinwohl-AG, die das Allgemeinwohl als Unternehmenszweck verankern
  • Steuerliche Vorteile für Unternehmen, die nachweislich gemeinnützig wirtschaften
  • Öffentliche Gemeinwohl-Bilanzen als Transparenzinstrument für Konsumentinnen und Konsumenten
  • Änderung des Aktiengesetzes, um Führungskräfte bei gemeinnützigen Entscheidungen zu schützen

Weiterführend: Verantwortungseigentum ermöglichen · Unternehmen und Assoziationen · Allgemeinwohl dokumentieren · Kooperationen und Zusammenarbeit

Wirtschaftswandel beginnen

Wirtschaftswandel durch Bürger heute beginnen

In Mitteleuropa stehen jedem Bürger 2.000 bis 2.500 m2 Fläche für die landwirtschaftliche Produktion und damit für die Ernährung zur Verfügung. Mitverantwortung und Sicherheiten können z.B. durch Konsumentenkreise geschaffen werden, die sich mit Landwirten arrangieren (Solidarische Landwirtschaft bzw. Community Supported Agriculture).

Gemeinsam kann Agrarland von Schulden, Spekulationsdruck und Chemie in Düngemitteln oder Pflanzenschutzmitteln befreit werden. Kultur-Bauernhöfe könnten entstehen, die auch Volkspädagogik, Begegnungsmöglichkeiten, vielfältige Arbeitsbereiche u.v.m. bieten. Nur gesunder Boden schafft gesunde Pflanzen, gesunde Tiere, gesunde Menschen und damit eine gesunde Grundlage für Kultur und Wirtschaft.

Vermehrtes Zugehen auf Nachbarn und Kollegen, auch wenn es nicht leichtfällt. Wir sind aufeinander angewiesen – bald vielleicht noch mehr denn je. Arbeit, Ideen, Gärten, Autos und vieles andere kann noch viel mehr geteilt werden!

Weniger kaufen, dafür vermehrt gesunde und sozial-ökologisch vertretbar hergestellte Produkte, möglichst aus der Region. Käufe bei profitorientierten Konzernen vermeiden, wenn deren Gewinnstreben auf Kosten von Mitmenschen und Mitwelt geht. Als bewusster Konsument habe ich einen enormen Einfluss, vielleicht mehr, als ich es mir vorzustellen vermag.

Mittel- und langfristig können die Wohn-, Arbeits- und Sozial-Orte möglichst nahe zueinander gelegt werden. Geh- und Fahrraddistanzen wären ideal. Zumindest kann darauf geachtet werden, dass öffentliche Verkehrsmittel oder Car-Sharing als umweltschonende Alternativen möglich sind.

Wir verschwenden ungeheurere Mengen an Energie ohne wirklichen Nutzen. Schon der bewusste Umgang beim Energie- und Ressourcenverbrauch ändert viel. Mit neuen Technologien können unsere Häuser bis zu 100% energie-neutral oder zu Plusenergiehäusern umgebaut werden, die mehr Energie produzieren, als sie verbrauchen.

Eine weitere Überbauung unserer Landschaft kann durch die Reduzierung unseres eigenen Raumbedarfes auf ein für alle gesundes Maß zurückgeführt werden. Dies bringt ökonomische, soziale und ökologische Entlastungen.

Weniger Fleischkonsum lindert den weltweiten Hunger und schont unsere Ressourcen.

 

Die Bereitschaft, nachvollziehbare und faire Preise zu bezahlen, stärkt alle Beteiligten! Als Bewusstseinsübung können wir jeden Tag innerlich ein Konsumgut bis zum Anfang seiner Entstehungskette zurückverfolgen.

Wir können in nachhaltige Projekte investieren mit dem Anspruch auf realistische Renditen. Ökologische Landwirtschaft, Entwicklung von ökologiefreundlichen Technologien, Sozialprojekte usw. Sichere Umwelt- und Lebensverhältnisse sind die Rendite!

Die Beschäftigung mit zukunftsfähigen lokalen Alternativwährungen, die parallel zum offiziellen Geld eingesetzt werden, stärkt nicht nur das Regional- und Ressourcenbewusstsein, sondern auch die lokale Realwirtschaft.

Gerade durch Regionalwährungen kann erlebt werden, wie Geldkreisläufe funktionieren und bewusst gestaltet werden können, so dass regionales Wirtschaften beflügelt wird.


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Bedarfsgerechte Produktion und Regionalität

Bedarfsgerechte Produktion und Regionalität

Durch Assoziationen kommen wir von der heutigen naturvernichtenden Überproduktion zu einer bedarfsorientierten Versorgung der Mitmenschen. Die meisten Bedarfsgüter stammen dabei aus der Region. Die wachsende Bewegung der Solidarischen Landwirtschaft zeigt uns bereits, in welche Richtung uns regionale Assoziationen führen können. Landwirte und Gärtner schließen sich mit Konsumenten aus der Region zusammen und besprechen deren Bedarf. Dabei werden aber auch die Möglichkeiten des Bodens und der landwirtschaftlichen Mitarbeiter mit einbezogen. Gemeinsam einigen sie sich auf Menge und Art der Produktion und deren Kosten. Neben einer wirtschaftlichen Verantwortung füreinander werden viele andere Lebensbereiche wie Ökologie, Gesprächskultur, Rechtsformen, Erziehung der Kinder, Leih- und Schenk-Fragen und kulturelle Themen mit einbezogen.

Durch Assoziationen kommen wir von der heutigen naturvernichtenden Überproduktion zu einer bedarfsorientierten Versorgung der Mitmenschen. Die meisten Bedarfsgüter stammen dabei aus der Region. Die wachsende Bewegung der Solidarischen Landwirtschaft zeigt uns bereits, in welche Richtung uns regionale Assoziationen führen können. Landwirte und Gärtner schließen sich mit Konsumenten aus der Region zusammen und besprechen deren Bedarf. Dabei werden aber auch die Möglichkeiten des Bodens und der landwirtschaftlichen Mitarbeiter mit einbezogen. Gemeinsam einigen sie sich auf Menge und Art der Produktion und deren Kosten. Neben einer wirtschaftlichen Verantwortung füreinander werden viele andere Lebensbereiche wie Ökologie, Gesprächskultur, Rechtsformen, Erziehung der Kinder, Leih- und Schenk-Fragen und kulturelle Themen mit einbezogen.

Neue Wege zu einer solidarischen und bedarfsgerechten Wirtschaftsweise erfinden


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Verantwortungseigentum ermöglichen

Verantwortungseigentum ermöglichen

Wir engagieren uns in unserer Arbeit in Unternehmen genauso wie in allgemeinwohl-orientierten Initiativen und Unternehmungen und erwarten auch hier, dass sie diesem dauerhaft dienen und in keiner Weise egoistischen Interessen anheimfallen.

Für Unternehmen gibt es bislang keine Rechtsform, die sicherstellt, dass nicht über Vererbung und Verkauf der Wert des gemeinsam erarbeiteten Eigentums an Dritte fällt. Wir wünschen uns zusätzlich zu den bestehenden Rechtsgestaltungen eine weitere Rechtsform für Unternehmen in Verantwortungseigentum, die dies sicherstellt. Siehe auch Rechtsform Stiftungen im Rechtsleben.

Was Verantwortungseigentum bedeutet

Ein Unternehmen in Verantwortungseigentum gehört niemandem im klassischen Sinne – und dennoch jemandem: denjenigen, die es aktiv führen und verantworten. Es gibt zwei zentrale Merkmale:

  • Selbstbestimmung: Die Kontrolle über das Unternehmen liegt dauerhaft bei denjenigen, die in ihm arbeiten und Verantwortung tragen – nicht bei Investoren oder Erben.
  • Zweckbindung: Gewinne werden reinvestiert oder für gemeinnützige Zwecke eingesetzt – sie fließen nicht als Ausschüttung aus dem Unternehmen heraus.

Dieses Prinzip entspricht exakt dem, was die Soziale Dreigliederung als produktives Nutzungseigentum beschreibt: Eigentum an Produktionsmitteln sollte bei denen liegen, die damit arbeiten und die Verantwortung tragen – nicht dauerhaft vererbt oder verkauft werden.

Gelebte Beispiele

Verantwortungseigentum ist keine utopische Idee – es existiert bereits:

  • Carl Zeiss Stiftung (Jena): Seit 1889 gehört das Unternehmen einer Stiftung. Kein Aktionär, keine Erben – der Zweck des Unternehmens steht im Mittelpunkt.
  • Bosch GmbH: 94 % des Unternehmenskapitals liegt bei der Robert-Bosch-Stiftung – Gewinne fließen in gemeinnützige Zwecke.
  • Alnatura: Die Biosupermarkt-Kette ist als Gemeinschaftseigentum strukturiert und schüttet Gewinne nicht an externe Investoren aus.
  • Ecosia: Die Suchmaschine, die mit Werbeeinnahmen Bäume pflanzt, hat sich verpflichtet, dass das Unternehmen nie verkauft oder börsennotiert werden darf.

Die Kampagne für eine neue Rechtsform

In Deutschland kämpft seit Jahren eine Initiative unter dem Namen Purpose Network für die Einführung einer eigenen Rechtsform für Verantwortungseigentum. Bisher scheiterte dies am Widerstand im Bundestag. Bis eine solche Rechtsform existiert, nutzen Unternehmen Konstruktionen aus GmbH plus Treuhand-Stiftung, die dasselbe Prinzip abbilden – aber aufwendig und rechtlich unsicher sind.

Was du tun kannst

  • Kaufe bei Unternehmen in Verantwortungseigentum – und frage bei deinen Lieblingsunternehmen nach ihrer Eigentümerstruktur
  • Unterstütze politisch die Einführung einer Rechtsform für Verantwortungseigentum
  • Wenn du selbst ein Unternehmen führst: Informiere dich über die Möglichkeiten einer Verantwortungseigentumsstruktur

Weiterführend: Eigentum und Besitz · Unternehmensverkauf legitimieren · Stiftungen und Schenkungen · Gemeinnütziges Wirtschaften

Unternehmensverkauf legitimieren

Unternehmensverkauf legitimieren

Wir arbeiten in und mit Unternehmen, die wir schätzen, und engagieren uns stets für deren Wohl und Existenz. Wir schätzen die Rechte der Arbeitnehmer in Bezug auf Mitbestimmung und Mitgestaltung. Wir üben gegenseitige Wertschätzung aller Mitwirkenden und Verständnis vor allem auch für die Sicherung der Zukunft des Unternehmens.

Wir sind erschüttert über immer wieder vorkommende Verkäufe/Aufkäufe von Unternehmen, ohne dass die Mitarbeitenden darüber mitbestimmen können. Als „Sündenfall“ sehen wir zahlreiche Verkäufe von Mitarbeiter-Wohnungen an Investoren, als Opfer der Daseinsfürsorge die Verkäufe von Kliniken… Als Extremfall sei der geplante Teilverkauf der Deutschen Bahn AG genannt, die der Bund an arabische und russische Investoren verkaufen wollte.

Der Verkauf, auch Teilverkauf, jedweden Unternehmens sollte unbedingt von der Zustimmung mindestens der Mehrheit der Mitarbeitenden abhängig gemacht werden.


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