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Frei Medienangebote, frei finanziert

Brauchen wir eine neue oder zusätzliche Finanzierungsmöglichkeit von Medien, die parallel zur bestehenden aufgebaut werden kann?

Diese Filtereinstellungen ergänzend, könnten auch zusätzlich zufällige Vorschläge von Beiträgen mitgeschickt werden, damit Vielfalt entsteht und man so nicht in immer gleichen Informationsräumen hängen bleibt. Dann können auch neue Autoren oder neue Themen entdeckt und zu den Filtereinstellungen hinzugefügt werden.

Natürlich setzt diese Idee der Plattform voraus, dass die bestehenden Medienhäuser ihre Beiträge zur privaten Nutzung zur Verfügung stellen – selbstverständlich gegen Entgelt, wie oben beschrieben.

Eine direkte Konkurrenz zu Zeitschriften oder bestehenden Internetangeboten besteht nicht, da durch die Filtereinstellungen Kombinationen erzeugt werden, die anders nicht erhältlich sind – warum sollte, wer seine Zeitung bereits täglich zufrieden liest, das ändern?

Wenn wir die digitalen Möglichkeiten ausnutzen, könnte das eine Plattform sein, auf der nach Beiträgen zu selbst gewählten Themen und nach Autorenschaft gefiltert werden kann – zu diesen Filtereinstellungen erhält man entsprechende Artikel zusammengestellt und in den gewählten Abständen zugeschickt. Bezahlt wird nur, was wirklich gelesen wird. Anlesen / anhören / ansehen bis zu einem gewissen Punkt ist kostenlos, doch an diesem Punkt trifft man die Entscheidung, ob man es für gut befindet und bezahlen möchte. Interessant werden solche Zusammenstellungen, wenn sie alle Zeitungsinhalte und freie Journalistinnen einbeziehen.


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Freiheit · Kulturelles & Geistiges Leben

A. Aktuelle Lage

Journalismus braucht Geld. Das Geschäftsmodell der werbefinanzierten Presse ist seit dem Aufkommen von Google und Facebook kollabiert: 2000 gab es in Deutschland 1.500 lokale Tageszeitungen, heute sind es weniger als 300. Redaktionen werden zusammengelegt, lokale Berichterstattung stirbt.

Gleichzeitig wächst die Medienkonzentration: Springer, Funke, Madsack und DuMont beherrschen den Printmarkt. Unabhängiger Lokaljournalismus ist die Ausnahme.

B. Lösungsansätze

  • Gemeinnütziger Journalismus — Nachrichtenorganisationen als Stiftungen oder Genossenschaften, ohne Renditeerwartung. Der Guardian, Correctiv, die taz — verschiedene Modelle zeigen, dass das funktioniert.
  • Öffentliche Förderung für Lokaljournalismus — Nicht für Inhalte, aber für Infrastruktur: Ausbildung, Technologie, Distribution. Wie wir lokale Bibliotheken fördern, können wir lokalen Journalismus fördern.
  • Direktfinanzierung durch Leser — Abo-Modelle, Mitgliedschaften, Mikrospenden — Journalismus, der sich direkt seinem Publikum gegenüber verantwortet statt gegenüber Werbetreibenden.

C. Praktische Beispiele

Correctiv — Gemeinnützige Investigativredaktion, finanziert durch Spenden und Stiftungen. Mehrere Investigativrecherchen mit nationaler Wirkung.

Krautreporter — Mitgliederfinanziertes Online-Magazin. 15.000 Mitglieder finanzieren unabhängigen Journalismus ohne Werbung.

The Guardian Media Group — Stiftungsfinanzierter globaler Journalismus. Keine Paywall, werbefinanziert als Ergänzung zu Mitgliedsbeiträgen.

D. Orte & Initiativen

Netzwerk Recherche — netzwerkrecherche.org

Correctiv — correctiv.org

Journalism Funders Forum — journalismfundersforum.com

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