Gewinne übergangsweise anders versteuern
Gewinne übergangsweise anders versteuern Zur Erfüllung ihrer Aufgaben (s. Punkt Steuern), besonders im Kultur-, Bildungs- und Umweltbereich, benötigen Bund, Länder …
Brüderlichkeit · Humane & Solidarische Wirtschaft
Großunternehmen versteuern ihre Gewinne dort, wo die Steuersätze am niedrigsten sind. Das ist legal, es ist weit verbreitet, und es untergräbt die steuerliche Basis aller Länder, die ordentliche Steuersätze haben. Apple in Irland, Amazon in Luxemburg, Google in den Niederlanden — das sind keine Ausnahmen, das ist das System.
Was dabei entsteht, ist eine stille Umverteilung: KMUs, die nicht über internationale Steuerkonstruktionen verfügen, zahlen proportional mehr. Kommunen, die auf Gewerbesteuer angewiesen sind, sehen die Basis schrumpfen. Bildung, Infrastruktur, Gesundheit — alles, was Bund, Länder und Gemeinden finanzieren müssen, steht unter wachsendem Druck.
OECD Pillar Two — Globale Mindeststeuer von 15 %, seit 2024 in mehreren Ländern umgesetzt. Erste Einnahmen fließen, die Umgehungsstrategien werden allerdings bereits entwickelt.
Public Country-by-Country Reporting (EU) — Große Unternehmen müssen ab 2025 offenlegen, wo sie Gewinne erzielen und wo sie Steuern zahlen. Transparenz als erster Schritt zur Kontrolle.
Starbucks in Großbritannien — Nach öffentlichem Druck und parlamentarischen Anhörungen hat Starbucks 2013 freiwillig mehr Steuern in UK gezahlt. Zeigt: Transparenz und gesellschaftlicher Druck wirken.
Netzwerk Steuergerechtigkeit — steuergerechtigkeit.de
Tax Justice Network — taxjustice.net
Finanzwende — finanzwende.de
Gewinne übergangsweise anders versteuern Zur Erfüllung ihrer Aufgaben (s. Punkt Steuern), besonders im Kultur-, Bildungs- und Umweltbereich, benötigen Bund, Länder …