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Freiheit · Kulturelles & Geistiges Leben

Alternative

A. Aktuelle Lage

Das Wort „alternativlos" hat Angela Merkel als Unwort des Jahres eingebracht — und es beschreibt eine politische Haltung, die echte Alternativen strukturell ausblendet. Wenn Entscheidungen als technische Sachzwänge dargestellt werden, wird Politik zu Verwaltung und Demokratie zur Farce.

Dabei gibt es immer Alternativen. Die Frage ist, welche Interessen sie begünstigen und welche nicht. Alternativen sichtbar zu machen ist Aufgabe der politischen Bildung, des Journalismus und der Zivilgesellschaft.

B. Lösungsansätze

  • Alternativen systematisch entwickeln — Parlamente sollten routinemäßig alternative Politikoptionen prüfen lassen — nicht nur durch die Regierung, sondern durch unabhängige Stellen wie den Wissenschaftlichen Dienst des Bundestags oder externe Forschungsinstitute.
  • Szenarioplanung in der Politik — Was wenn nicht? Was stattdessen? Politikberatung, die Alternativen durchspielt, statt Entscheidungen nachträglich legitimiert.
  • Zivilgesellschaft als Ideengeber stärken — Think Tanks, Bürgerinstitutionen, zivilgesellschaftliche Labore — hier entstehen Alternativen, die der politische Mainstream noch nicht denkt.

C. Praktische Beispiele

Gemeinwohl-Ökonomie — Eine konkrete Alternative zum BIP-orientierten Wirtschaftsmodell. 800+ Unternehmen erproben sie bereits.

Grundeinkommens-Modelle — Verschiedene Modelle werden parallel entwickelt und erprobt. Finnland, Namibia, Stockton (USA). Verschiedene Ansätze, verschiedene Ergebnisse — das ist der Wert des Alternativdenkens.

Postwachstumsökonomie (Degrowth) — Ein ganzes Wissenschaftsfeld arbeitet an Alternativen zum Wachstumsparadigma. Nicht Theorie, sondern konkrete Modelle für andere Wirtschaftsorganisation.

D. Orte & Initiativen

Konzeptwerk Neue Ökonomie — konzeptwerk.org

Degrowth.info — degrowth.info

Netzwerk Plurale Ökonomik — plurale-oekonomik.de

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