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Freiheit · Kulturelles & Geistiges Leben

Finanzierung Medien

A. Aktuelle Lage

Journalismus braucht Geld. Das Geschäftsmodell der werbefinanzierten Presse ist seit dem Aufkommen von Google und Facebook kollabiert: 2000 gab es in Deutschland 1.500 lokale Tageszeitungen, heute sind es weniger als 300. Redaktionen werden zusammengelegt, lokale Berichterstattung stirbt.

Gleichzeitig wächst die Medienkonzentration: Springer, Funke, Madsack und DuMont beherrschen den Printmarkt. Unabhängiger Lokaljournalismus ist die Ausnahme.

B. Lösungsansätze

  • Gemeinnütziger Journalismus — Nachrichtenorganisationen als Stiftungen oder Genossenschaften, ohne Renditeerwartung. Der Guardian, Correctiv, die taz — verschiedene Modelle zeigen, dass das funktioniert.
  • Öffentliche Förderung für Lokaljournalismus — Nicht für Inhalte, aber für Infrastruktur: Ausbildung, Technologie, Distribution. Wie wir lokale Bibliotheken fördern, können wir lokalen Journalismus fördern.
  • Direktfinanzierung durch Leser — Abo-Modelle, Mitgliedschaften, Mikrospenden — Journalismus, der sich direkt seinem Publikum gegenüber verantwortet statt gegenüber Werbetreibenden.

C. Praktische Beispiele

Correctiv — Gemeinnützige Investigativredaktion, finanziert durch Spenden und Stiftungen. Mehrere Investigativrecherchen mit nationaler Wirkung.

Krautreporter — Mitgliederfinanziertes Online-Magazin. 15.000 Mitglieder finanzieren unabhängigen Journalismus ohne Werbung.

The Guardian Media Group — Stiftungsfinanzierter globaler Journalismus. Keine Paywall, werbefinanziert als Ergänzung zu Mitgliedsbeiträgen.

D. Orte & Initiativen

Netzwerk Recherche — netzwerkrecherche.org

Correctiv — correctiv.org

Journalism Funders Forum — journalismfundersforum.com

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