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Für eine Vielfalt im Bildungswesen

Derzeit teilt sich die Bildungslandschaft in zwei Bereiche: zum einen die staatlich geführten Schulen, Bildungseinrichtungen und Universitäten, zum anderen die Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft. Ebenfalls machen viele Unternehmen und Verbände Bildungsangebote, meist für berufliche Qualifikationen und mit dem Ziel der Weiterbeschäftigung nach Abschluss des Programms.

Bildung benötigt Vielfalt – gerade in einem freien Bildungswesen können sich vielfältige Bildungsangebote entwickeln, so dass Lernende mit ihren individuellen Fähigkeiten und Erwartungen im Zentrum stehen. Natürlich brauchen dazu die Lehrkräfte in jeder Bildungseinrichtung Freiräume.

Diese sollten den Bildungseinrichtungen ebenso in größerem Maße zugesprochen werden wie mehr Selbstverantwortung. So könnte jede staatliche Einrichtung eine Einrichtung in freier Trägerschaft werden. Jede Bildungseinrichtung hat die Verfassung und geltende Gesetze zu achten. Bildungseinrichtungen sind hinsichtlich ihres pädagogischen Konzeptes frei und dienen dazu, Menschen zum Führen einesselbstbestimmten Lebens in einer pluralistischen Gesellschaft zu verhelfen. 

Eltern und – ab einem bestimmten Alter – Lernende genießen Wahlfreiheit aus einem vielfältigen Bildungsangebot. Jede Einrichtung hat ihren guten Grund, auf ihre Qualität und ihr pädagogisches Konzept zu achten. Andernfalls würde sich niemand für diese Einrichtung entscheiden.

Hier ist vermehrter Einsatz für die Vielfalt im Bildungswesen sinnvoll. Von der eigenen Wahl einer Bildungseinrichtung bis hin zur Auswahl der Einrichtung für die eigenen Kinder: Freiheit im Bildungswesen ist ein Grundbaustein für kulturelle Vielfalt. Erst sie ermöglicht individuelle Lebenswege für jeden einzelnen Menschen.„Mehr Demokratie“ fördert Mitbestimmungsrechte in ganz Deutschland und erstellt Übersichten darüber, welche Volksentscheide in den verschiedenen Bundesländern initiiert wurden.

http://www.freie-schule.de, https://www.mehr-demokratie.de/volksbegehrensbericht

Hinsichtlich der Finanzierbarkeit schlagen wir den Bildungsgutschein vor, den wir in einem der nächsten Punkte eingehender betrachten.

 


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Freiheit · Kulturelles & Geistiges Leben

A. Aktuelle Lage

Das deutsche Bildungswesen ist eines der am stärksten nach sozialer Herkunft segregierten in der OECD. 16 Bundesländer, 16 Schulsysteme, kein gemeinsamer Rahmen. Der PISA-Schock 2001 hat zu Reformen geführt, aber die strukturellen Probleme — frühe Selektion, mangelnde Durchlässigkeit, Unterfinanzierung — bestehen fort.

Gleichzeitig steht das Bildungswesen vor einer Transformationsaufgabe, die noch kaum diskutiert wird: Wie bildet man Menschen für eine Welt aus, in der KI die Wissensarbeit verändert?

B. Lösungsansätze

  • Nationaler Bildungsrat mit echter Kompetenz — Koordination zwischen Ländern, ohne den Föderalismus aufzugeben. Ein ständiger Rat mit Forschungsauftrag und Empfehlungskompetenz.
  • Lehrerausbildung reformieren — Pädagogische Kompetenz muss im Zentrum stehen, nicht Fachwissen allein. Praktikumsphasen, Mentoring, reflektierte Praxis — das sind die Kernelemente guter Lehrerausbildung.
  • Bildungsfinanzierung gerechter verteilen — Schulen in einkommensarmen Regionen brauchen mehr Ressourcen, nicht gleich viele. Das klingt paradox, ist aber elementar für Chancengleichheit.

C. Praktische Beispiele

Gemeinschaftsschulen in Berlin — Schulen, die alle Kinder bis Klasse 10 gemeinsam unterrichten. Bessere Ergebnisse für schwächere Schüler, ohne dass starke Schüler schlechter abschneiden.

Turnaround Schools (USA) — Schulen in benachteiligten Stadtvierteln, die gezielt mehr Ressourcen und Unterstützung bekommen. Die Evidenz zeigt: es funktioniert, wenn man es ernsthaft tut.

Laborschulen Bielefeld — Versuchsschulen des Landes NRW, die neue pädagogische Ansätze entwickeln und evaluieren. Innovation im System, nicht trotz ihm.

D. Orte & Initiativen

Kultusministerkonferenz — kmk.org

Mercator Institut für Sprachförderung — mercator-institut-sprachfoerderung.de

Deutsche Schulakademie — deutscheschulakademie.de

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