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Freiheit · Kulturelles & Geistiges Leben

Finanzierung

A. Aktuelle Lage

Wer zahlt, schafft an — das ist das unstete Grundgesetz der Finanzierung. Im Kulturleben ist das besonders spürbar: Unternehmen sponsern Kultur und erwarten Sichtbarkeit. Drittmittelgeber finanzieren Forschung und erwarten Ergebnisse, die ihren Interessen entsprechen. Öffentliche Mittel kommen mit politischen Erwartungen.

Das Geistesleben braucht Finanzierung ohne Gegenleistungslogik — das ist der Kern des Dreigliederungs-Gedankens. Schenkung, Stiftung, öffentliche Grundfinanzierung — diese Formen ermöglichen freies Arbeiten, weil sie keine unmittelbare Verwertungserwartung haben.

B. Lösungsansätze

  • Schenkungskultur für das Geistesleben — Wer im Geistesleben Überschuss erzielt, gibt ihn weiter. Das Dreigliederungsprinzip: Wirtschaft erwirtschaftet, Geistesleben empfängt und schafft frei.
  • Öffentliche Grundfinanzierung ausbauen — Hochschulen, Kultureinrichtungen, freie Schulen — sie brauchen verlässliche Grundmittel statt projektabhängiger Finanzierung.
  • Crowdfunding und Mikrospenden als Ergänzung — Für kleinere Projekte kann kollektive Finanzierung durch viele kleine Beiträge Unabhängigkeit sichern — wenn die Plattformen transparent und gemeinnützig betrieben werden.

C. Praktische Beispiele

Patreon-Modell — Journalisten, Musiker, Wissenschaftsvermittler finanzieren sich direkt durch ihr Publikum. Unabhängig von Werbung und Verlagen.

Gesellschaft der Freunde und Förderer — Viele Kultureinrichtungen haben Fördergesellschaften. Privates Mäzenatentum als Ergänzung zur öffentlichen Förderung.

Deutsche Forschungsgemeinschaft — Peer-Review-basierte Forschungsförderung, bei der Wissenschaftler über Förderungen entscheiden — weniger anfällig für politische Einflussnahme.

D. Orte & Initiativen

Kulturstiftung des Bundes — kulturstiftung-bund.de

startnext — startnext.com

Deutsche Forschungsgemeinschaft — dfg.de

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