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Vielfalt beginnt beim Einzelnen

Vielfalt beginnt beim Einzelnen

Vielfalt erüben – Freiheit erlernen

Ein freies Kultur- und Geistesleben lebt von Vielfalt – doch sind wir bereit, Vielfalt zu leben? Wie kann sich jede und jeder von uns auf Vielfalt vorbereiten?

Ein empfehlenswertes Beispiel für diese Übung ist das Buch „Come On!“ zum 50. Jubiläum des Club of Rome, welcher 1972 das bekannte Buch „Grenzen des Wachstums“ publizierte.

In „Come on!“ zeigen über vierzig Beitragende Lösungen für die gegenwärtigen Herausforderungen auf. Der Club of Rome ist ein Expertengremium, was sich für nachhaltige Entwicklung einsetzt. Dieser Buchvorschlag ist als Anregung zu verstehen und es könnten zahlreiche weitere hier genannt werden.

Eine Möglichkeit ist, dass wir uns regelmäßig mit – für uns – neuen Gedanken beschäftigen. Kann ich dabei wirklich die Perspektive des anderen verstehen, ohne dass sich meine eigenen Denkvorlieben fortwährend einmischen und ich doch nur das von mir bereits Bekannte verstehe?


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Religiöse Vielfalt

Religiöse Vielfalt

Das Ausüben einer Religion ist ein wesentlicher Bestandteil der freien Persönlichkeitsentfaltung. Zum freien Kultur- und Geistesleben gehört – neben Bildung, Kunst und Wissenschaft – auch die freie Religionsausübung. Das Wirtschaftsleben kann Produkte herstellen oder Dienstleistungen erbringen, die für ein religiöses Leben gewünscht werden. Doch darf eine Religionsgemeinschaft keine grundsätzlichen Einschränkungen für das Wirtschaftsleben treffen. Die Rahmenbedingungen einer Gesellschaft werden im Rechtsleben festgelegt – und der Mensch als Gleicher unter Gleichen behandelt (im Sinne von Grundrechten und -pflichten).
Diese Rahmenbedingungen müssen eine freie Religionsausübung ermöglichen,

wie sie insgesamt eine freie Entfaltung der Persönlichkeit im Kultur- und Geistesleben ermöglichen sollen.

Hierdurch entsteht die interessante Herausforderung, dass Religionen als NGOs ihre Anliegen grundsätzlich in einer Gesellschaft vertreten können, dass jedoch Religion als ein Kriterium zur Bildung von politischen Parteien die Religionsfreiheit stark einschränken kann. Parteien können den Menschen besonders dann dienen, wenn sie kulturelle Vielfalt fördern und sich auf Sachfragen fokussieren, die wirklich in den Bereich des Rechtslebens fallen. Eine multikulturelle Gesellschaft ist für mehr als eine Religion da und will gerade nicht religiöse Parteienbildung fördern.

Im Umkehrschluss kann der Staat natürlich auch nicht für eine Religion Kirchensteuern einsammeln und für andere nicht. Das ist wiederum eine Form der Ungleichbehandlung. Daher ist eine Abschaffung der Kirchensteuer als eine wichtige Entkopplung von Staat und Kirche zu sehen. Der Einsatz für die freie Ausübung anderer Religionen ist erforderlich. Niemand soll sich durch die Ausübung einer Religion als nicht willkommen erleben.


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Für eine Vielfalt im Bildungswesen

Für eine Vielfalt im Bildungswesen

Derzeit teilt sich die Bildungslandschaft in zwei Bereiche: zum einen die staatlich geführten Schulen, Bildungseinrichtungen und Universitäten, zum anderen die Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft. Ebenfalls machen viele Unternehmen und Verbände Bildungsangebote, meist für berufliche Qualifikationen und mit dem Ziel der Weiterbeschäftigung nach Abschluss des Programms.

Bildung benötigt Vielfalt – gerade in einem freien Bildungswesen können sich vielfältige Bildungsangebote entwickeln, so dass Lernende mit ihren individuellen Fähigkeiten und Erwartungen im Zentrum stehen. Natürlich brauchen dazu die Lehrkräfte in jeder Bildungseinrichtung Freiräume.

Diese sollten den Bildungseinrichtungen ebenso in größerem Maße zugesprochen werden wie mehr Selbstverantwortung. So könnte jede staatliche Einrichtung eine Einrichtung in freier Trägerschaft werden. Jede Bildungseinrichtung hat die Verfassung und geltende Gesetze zu achten. Bildungseinrichtungen sind hinsichtlich ihres pädagogischen Konzeptes frei und dienen dazu, Menschen zum Führen einesselbstbestimmten Lebens in einer pluralistischen Gesellschaft zu verhelfen. 

Eltern und – ab einem bestimmten Alter – Lernende genießen Wahlfreiheit aus einem vielfältigen Bildungsangebot. Jede Einrichtung hat ihren guten Grund, auf ihre Qualität und ihr pädagogisches Konzept zu achten. Andernfalls würde sich niemand für diese Einrichtung entscheiden.

Hier ist vermehrter Einsatz für die Vielfalt im Bildungswesen sinnvoll. Von der eigenen Wahl einer Bildungseinrichtung bis hin zur Auswahl der Einrichtung für die eigenen Kinder: Freiheit im Bildungswesen ist ein Grundbaustein für kulturelle Vielfalt. Erst sie ermöglicht individuelle Lebenswege für jeden einzelnen Menschen.„Mehr Demokratie“ fördert Mitbestimmungsrechte in ganz Deutschland und erstellt Übersichten darüber, welche Volksentscheide in den verschiedenen Bundesländern initiiert wurden.

http://www.freie-schule.de, https://www.mehr-demokratie.de/volksbegehrensbericht

Hinsichtlich der Finanzierbarkeit schlagen wir den Bildungsgutschein vor, den wir in einem der nächsten Punkte eingehender betrachten.

 


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