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Umgang mit sozialen Medien

soziale medien – menschlicher Austausch

Schnell etwas weitergeleitet und geteilt? In einem Post oder Kommentar Stellung bezogen? Welche Qualität haben meine Informationen, die ich mit anderen teile? Sind die Inhalte überprüft und die Quellen angegeben? Oder bin ich auf einen Zug der “Meinungsmache” unreflektiert aufgesprungen?

Die Verbindung mit anderen Gruppen weltweit und das Austauschen von Einsichten und Erfahrungen kann sinnstiftende Ideen verbreiten und so vielerorts neue Lebensverhältnisse schaffen. Besonders in armen Ländern könnten durch neue dezentrale, sozial-ökologische Lebensformen Hungersnöte, starkes Bevölkerungswachstum, Umweltschäden und Hoffnungslosigkeit überwunden werden.

Aktives Zuhören und Beobachten

Kontemplatives Beobachten und Zuhören, besonders in der Natur und im Sozialen, erweitert den Horizont. Zur Überwindung von selbstbezogenen und festgefahrenen Vorstellungen und Meinungen hilft es, tiefere Fragen den Mitmenschen, der Welt und besonders sich selbst zu stellen. So können neue An- und Einsichten gefunden werden.

Eigenständige und unabhängige Meinungsbildung bereichert die Gemeinschaft. Das Vertreten von Meinungen im hier gezeigten Sinne fördert Diskussion und Erkenntnisprozesse und damit die Möglichkeit, eigenverantwortlich zu handeln

Direkte Gespräche mit Menschen in anderen Ländern und einem andersartigen Lebensumfeld helfen, die Unterschiede und anderen Denkweisen besser zu verstehen und zu tolerieren.


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Kreativität

Kreativität führt zu Auswegen in Krisen und Konflikten

Wir stehen vor großen Herausforderungen und Krisen. Das zeigt sich im globalen Maßstab am Klimawandel, an Hunger und Armut, Wirtschaftskrisen sowie an vielen festgefahrenen Konfrontationen. Die Kreativität ist ein Helfer zur Lösung zwischenmenschlicher Aufgaben und bei der Gestaltung der Zukunft.

Neue Wege schon im Kleinen zu gehen, kann andere im Umfeld inspirieren und auch für große Zusammenhänge als Vorbild dienen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kreativitätstechniken

https://www.ideenfindung.de/%C3%9Cbersicht-Liste-Kreativitaetstechniken-Ideenfindung.html

Werde kulturkreativ

Das kulturelle Leben sollte vielfältiger und tiefgründiger werden. Es ermöglicht Begegnung und Austausch. Besonders nach den Einschränkungen durch COVID-19 – kulturell Engagierte spüren die Einschränkungen immer noch hautnah. An vielen Orten könnten Gesprächsrunden, Lesekreise, Vorträge, Garten-, Musik-, Theatergruppen usw. organisiert oder bestehende Initiativen unterstützt werden. Im Gegensatz zu den materiellen Rohstoffen sind unsere menschlichen Kapazitäten nahezu unerschöpflich – Wachstum im Kultur- und Geistesleben ist grenzenlos.

Suche nach dem weltweiten direkten menschlichen Austausch

Die Verbindung mit anderen Gruppen weltweit und das Austauschen von Einsichten und Erfahrungen kann sinnstiftende Ideen verbreiten und so vielerorts neue Lebensverhältnisse schaffen. Besonders in armen Ländern könnten durch neue dezentrale, sozial-ökologische Lebensformen Hungersnöte, starkes Bevölkerungswachstum, Umweltschäden und Hoffnungslosigkeit überwunden werden.

Direkte Gespräche mit Menschen in anderen Ländern und einem andersartigen Lebensumfeld helfen, die Unterschiede und anderen Denkweisen besser zu verstehen und zu tolerieren.

Aktives Zuhören und Beobachten als Weg zum Verständnis

Kontemplatives Beobachten und Zuhören, besonders in der Natur und im Sozialen, erweitert den Horizont. Zur Überwindung von selbstbezogenen und festgefahrenen Vorstellungen und Meinungen hilft es, tiefere Fragen den Mitmenschen, der Welt und besonders sich selbst zu stellen. So können neue An- und Einsichten gefunden werden.

Wie sieht es mit der eigenen Kreativität aus? Welche Kreativitätstechniken kenne ich?


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Schulabschlüsse

Abschlusszeugnis versus individuelle Beurteilung

Als Vereinfachung ist eine Standardisierung ein erster Schritt. Doch es darf nicht bei der Standardisierung allein stehen bleiben. Was sagt ein zentrales Abitur über Bildungsschwerpunkte einer Schule oder Stärken und Schwächen eines Lernenden aus? Fachhochschulen und Universitäten brauchen die Möglichkeit, Zugangsvoraussetzungen frei zu bestimmen (bis hin zu Eingangsprüfungen), insofern dies der jeweilige Studiengang aus seiner Konzeption heraus rechtfertigt. So gibt die Note eines Zentralabiturs über die Kreativität einer Bewerberin für ein Designstudium so gut wie keine Auskunft.

Es muss für Schulen möglich werden, Fähigkeiten, die Lernende auf Grund eines Bildungsschwerpunktes der Schule erworben haben, im Abschlusszeugnis zu dokumentieren. Die Fähigkeit eines Menschen, sich eigenständig Themen erarbeitet zu haben – gelernt zu haben, wie gelernt werden kann – ist wichtiger als eine Benotung aufgrund von abgefragtem Fachwissen zu einem bestimmten Zeitpunkt. Ein Beispiel für eine Alternative zum Zentralabitur ist das International Baccalaureate.

https://de.wikipedia.org/wiki/International_Baccalaureate

Schüler sollten das Recht haben, bei den Lehrenden auch eine qualifizierte Beurteilung zu erhalten.


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Diesseits von digital

Diesseits von digital

Besonders junge und sehr junge Menschen brauchen Unterstützung, um einen gesunden Umgang mit der digitalen Welt zu erlernen. Es geht darum, eigene Medienkompetenz zu entwickeln. Dann kann man andere unterstützen darin, einen neuen Umgang damit zu finden. Ein interessantes Buch mit vielen wissenschaftlichen Hinweisen: „Gesund aufwachsen in der digitalen Medienwelt“

http://www.aufwach-s-en.de/2018/11/gesund-aufwachsen-in-der-digitalen-medienwelt/

Wie viel Zeit verbringen wir vor dem Bildschirm oder mit mobilen Geräten? Kennen wir die positiven und negativen Seiten gut genug? Digitales Fasten nach selbstgesteckten Regeln bringt Bewusstsein und Klarheit über das individuelle Ausmaß.


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Vielfalt beginnt beim Einzelnen

Vielfalt beginnt beim Einzelnen

Vielfalt erüben – Freiheit erlernen

Ein freies Kultur- und Geistesleben lebt von Vielfalt – doch sind wir bereit, Vielfalt zu leben? Wie kann sich jede und jeder von uns auf Vielfalt vorbereiten?

Ein empfehlenswertes Beispiel für diese Übung ist das Buch „Come On!“ zum 50. Jubiläum des Club of Rome, welcher 1972 das bekannte Buch „Grenzen des Wachstums“ publizierte.

In „Come on!“ zeigen über vierzig Beitragende Lösungen für die gegenwärtigen Herausforderungen auf. Der Club of Rome ist ein Expertengremium, was sich für nachhaltige Entwicklung einsetzt. Dieser Buchvorschlag ist als Anregung zu verstehen und es könnten zahlreiche weitere hier genannt werden.

Eine Möglichkeit ist, dass wir uns regelmäßig mit – für uns – neuen Gedanken beschäftigen. Kann ich dabei wirklich die Perspektive des anderen verstehen, ohne dass sich meine eigenen Denkvorlieben fortwährend einmischen und ich doch nur das von mir bereits Bekannte verstehe?


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Selbstsicherheit und Selbstverwirklichung

Selbstsicherheit und Selbstverwirklichung

Es gibt Konzentrations- und Meditationsübungen, die neue Handlungsspielräume und Wahrnehmungsweisen für Mensch und Natur erschließen können. Das führt auch zu Selbsterkenntnis und Positionsbestimmung. So entkommt man dem Aktion-Response-Verhalten, bei dem der Mensch schablonenhaft auf äußere Impulse reagiert.

https://www.mindful.org/mindfulness-how-to-do-it/

https://www.anthroposophische-meditation.de/meditation/meditation

Wir können stets neue Handlungsmöglichkeiten entdecken. Nicht abheben, sondern den Himmel auf die Erde holen. Wir haben nicht nur die Möglichkeit zum lebenslangen Lernen, sondern wir können uns auch eigenständig weiterentwickeln. Anregungen sind hier zu finden.


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Kooperationen und Zusammenarbeit

Formen der Kooperation und Zusammenarbeit

Zusammenarbeit

Weder die Form einer Top-down-Entscheidung (einer entscheidet und alle führen es aus) noch eine demokratische Abstimmung werden der Vielfalt des freien Geisteslebens gerecht. Doch wie gelangen wir zu einem gemeinsamen Beschluss?

Am Beispiel eines Orchesters, das als Organismus im Kultur- und Geistesleben anzusiedeln ist, kann untersucht und erlebt werden, wie das Sich-Abstimmen im freien Kultur- und Geistesleben erfolgen kann. Gibt es gewisse Fragestellungen, die von demokratischen Mehrheitsentschlüssen gefällt werden können? …und andere Gesichtspunkte, die der einzelne für die Gemeinschaft entscheidet? Doch dazwischen liegt das Gebiet der geistigen Konsensfindung durch Aussprache – also einer Methode, in der die Vielfalt zur Entscheidungsbildung beiträgt.

https://www.youtube.com/watch?v=Z8IdFlkg_Rw

 

KOOPERATION

Das Kultur- und Geistesleben zeichnet sich durch eine Vielfalt aus. Es dient der freien Entwicklung der Einzelnen. Gleichgesinnte können sich zusammenschließen, um einer gemeinsamen Aktivität nachzugehen (Vereine) oder sich inhaltlich zu vertiefen (Religion, Forschungsgesellschaft). Sie können auch als NGO – als Nichtregierungsorganisation bzw. zivilgesellschaftliche Gruppierung – Einfluss nehmen, um für den Umweltschutz tätig zu sein. So können sie das gesellschaftliche Gespräch in der Gesellschaft und Meinungsbildung beeinflussen. Die Vielfalt des Kultur- und Geisteslebens setzt natürlich voraus, dass der Einsatz von den anderen Beteiligten oder Engagierten in anderen NGOs respektiert wird. Jeder Zusammenschluss kann sich eigene Regeln geben (wie eine Bildungseinrichtung ihre Geschäftsordnung). Die Grundrechte und die (im Rechtsleben festgelegte) Grundstruktur des sozialen Organismus sind zu berücksichtigen. Diese Grundstruktur kann nur den Zweck haben, den Freiraum des Geisteslebens zu ermöglichen und zu gewährleisten.
Bei gesellschaftlichen Herausforderungen, die Lösungen mit vertieftem Sachverstand verlangen, können sich verschiedene NGOs einbringen und die notwendigen Erkenntnisse erarbeiten. 

Damit die „besten“ Lösungen gefunden werden, ist hier gerade eine Meinungs- bzw. Standpunktvielfalt eine Grundvoraussetzung. Die Lösungen sollen in der Zukunft ein freies Kultur- und Geistesleben ermöglichen. Ebenso mögen sie gewährleisten, dass nicht ein Standpunkt bevorzugt wird und alle anderen einschränkt werden. Daher ist die Erkenntnisbildung durch die Organe des Geisteslebens vor der Beschlussfassung im Rechtsleben eine wesentliche Voraussetzung einer verantwortungsvollen Entscheidungsprozesses.

Zur Verdeutlichung werden hier zwei Beispiele vorgestellt.

Das erste Weltsozialforum fand 2001 in Porto Alegre (Brasilien) statt. Auf diesen Foren trafen sich unter dem Motto „Eine andere Welt ist möglich“ in den vergangenen Jahren Menschen aus verschiedenen NGOs, um gemeinsam über die Zukunft der Erde zu beraten. Der gemeinsame Austausch, die gemeinsame Ideenschmiede über alle Grenzen hinweg, stand im Vordergrund. Dies kann sehr befruchtend für das Kultur- und Geistesleben eines Staates sein.[1]

Als zweites sehen wir auf das Projekt Weltethos. Es wurde 1993 in Chicago mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Religionen begonnen. Es geht dabei um die Entwicklung „Goldener Regeln“ für die friedliche Koexistenz und das friedliche Zusammenleben der verschiedenen Religionen. Dabei wird nicht versucht, eine gemeinsame Religion zu schaffen und die Vielfalt verschwinden zu lassen. Im Gegenteil: für die Vielfalt sollen Grundbedingungen gefunden werden, die ein friedliches Bestehen der verschiedenen Religionen nebeneinander ermöglichen. Diese können in das gesellschaftliche Gespräch gebracht und ggf. durch das Rechtsleben in der Grundstruktur des sozialen Organismus berücksichtigt werden.[2]

Die Beispiele zeigen das Charakteristische für die Zusammenarbeit im Geistesleben. Zu verschiedenen gesellschaftlichen Herausforderungen kann sich beraten und können Ideen entwickelt werden. Die Offenheit bzw. Berücksichtigung der Vielfalt ist dabei entscheidend. Es geht nicht um die Errichtung einer Monokultur. Die entwickelten Lösungen werden erst nach der Konsensfindung durch Erkenntnisarbeit dem Rechtsleben zum Beschluss weitergegeben. Kulturräte können sich lokal, regional oder weltweit bilden, um diesen Prozess begleiten.

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Weltsozialforum, http://weltsozialforum.org/

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Weltethos, https://www.weltethos.org/was_ist_weltethos

Dieses gemeinsame Beraten über eine Angelegenheit hat einen hohen Stellenwert für die Gesellschaft, weswegen solche Zusammenkünfte für Beratungen auch als Kulturräte bezeichnet werden.


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Zukunft ermöglichen durch Bewusstseinswandel

Zukunft ermöglichen durch Bewusstseinswandel

Krisen ereignen sich nicht nur im menschlichen Leben, sondern auch global. Ob Klimawandel, Schere zwischen Arm und Reich, Kriege und Konflikte, Hunger… – viele Herausforderungen stehen vor uns. Wir haben es in der Wissenschaft weit gebracht. Unsere technischen Errungenschaften sind denen vergangener Jahrhunderte haushoch überlegen.

Von zahlreichen forschenden Menschen wurden bereits mögliche Handlungsansätze dargestellt. Welchen Quantensprung im Bewusstsein müssen wir vollziehen? Und wie greift der schon laufende Bewusstseinswandel durch den sich gegenwärtig vollziehenden technischen Fortschritt in diesen Bewusstseinsprozess ein? 

Von zahlreichen forschenden Menschen wurden bereits mögliche Handlungsansätze dargestellt. Welchen Quantensprung im Bewusstsein müssen wir vollziehen? 

Und wie greift der schon laufende Bewusstseinswandel durch den sich gegenwärtig vollziehenden technischen Fortschritt in diesen Bewusstseinsprozess ein? Ob integrales Bewusstsein nach Jean Gebser und Ken Wilber, große Transformation, New Enlightenment – neue Aufklärungen, sphärisches Bewusstsein – Umkreisbewusstsein im Gegensatz zum Egozentrischen: es gibt heute zahlreiche Ansätze, die versuchen, zu einem tieferen Verständnis der Welt, zu einer Überwindung eines rein materialistischen Weltbildes sowie zu einem respektvolleren und nachhaltigeren Umgang mit der Welt anzuregen.

Wir weisen auf das bereits erwähnte Buch „Come On!“ zum 50. Jubiläum des Club of Rome hin. Insbesondere im Kapitel 2 ab Seite 63ff. wird die Notwendigkeit von einem Bewusstseinswandel aus verschiedenen Perspektiven thematisiert.

Brauchen wir einen Wandel unseres Bewusstseins, welches keineswegs eine starre Masse ist. Einen anderen Umgang mit unseren Mitmenschen und der Natur? Eine neue Vision und Lebensweise des Zusammenlebens und der Verbundenheit mit der Natur? Damit auch die Dreigliederung eine gesellschaftliche Erneuerung bringen kann, brauchen wir ein Umdenken.


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Leben

WAS IST LEBEN?

Wir leben in einer Zeit, in der es lohnenswert ist, eine Antwort auf die Frage „Was ist Leben?“ zu erarbeiten. In der Mitte des 19. Jahrhunderts trat in der Naturwissenschaft die vorherrschende Denkweise auf, dass Lebewesen nur komplexe Maschinen wären. 100 Jahre später wurden die Gene als Quelle des Lebens angesehen. (siehe z.B. „Das egoistische Gen“ von Richard Dawkins). Atome sollen sich zu Molekülen verbunden haben. Die Moleküle setzten die Umgestaltung fort, bis Aminosäuren, „die Grundbausteine“ des Lebens, entstanden sind. Aus den Aminosäuren sind dann Gene geworden, die sinnstiftende Eigenschaften kodieren. Dawkins schreibt den Genen einen Überlebens- und Vermehrungstrieb zu. Aus dem Stoff entstünde dann Bewusstsein. – Alles unter der leitenden Kraft des Zufalls. Doch ist Leben wirklich etwas, was durch die Kombination von toten Stoffklumpen entstehen kann? Brauchen wir nicht eine unvoreingenommene Herangehensweise, um auf ein Verständnis von Leben zu kommen? Ja, Leben zeichnet sich durch seinen Prozesscharakter aus. Doch werden diese Prozesse nur von physischen Kräften beeinflusst?

Solange die Frage nach dem Leben im Menschen und in der Mitwelt noch eine abstrakte ist, wird ihre Reichweite bei der Betrachtung des sozialen Organismus nicht sichtbar. Ist das Leben im sozialen Organismus nur ein Ablaufen von Programmen? …in letzter Konsequenz nur bestimmt durch physikalische Vorgänge? Oder besitzen wir die Möglichkeit, den sozialen Organismus nach Ideen gemeinsam zu gestalten?

So legte der Nobelpreisträger Ilya Prigogine dar, dass lebendige Organismen als komplexe, non-lineare sowie dissipative Systeme aufzufassen sind. Sie sind offen zu ihrer Umwelt und stehen in einer intensiven Wechselwirkung zueinander. Reduktionistische Betrachtungsweise greifen für eine sachgemäße Beschreibung des Lebendigen zu kurz.

Und dennoch gelangen aus einer gesellschaftlichen Denkgewohnheit heraus Ansätze zur Anwendung, die noch nicht die Vielschichtigkeit des Lebens erfassen. Schon allein vom Ökosystem ausgehend ist das Schicksal der Menschheit untrennbar mit dem Schicksal des Planeten verbunden. Und auch das Eintreten für das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit ist wesenslos, wenn der Wille fehlt, nicht in psychologische bzw. geistige Tiefen des Menschen erkennend einzudringen. Für ein Verständnis des Lebendigen und des sozialen Organismus werden beweglichere Begriffe benötigt, mit denen die vorhandene Komplexität erfasst werden kann.

Dreigliederung ist kein starres Schema. Neben einem Verständnis der Grundprinzipien ihrer drei Bereiche benötigt ihre Umsetzung ein lebendiges Eingehen auf die jeweilige Situation. Das kann keine Musterlösung oder Schema sein, das routinemäßig kopiert werden kann. Individuelles Gestalten und Verändern, das gemeinsame Abstimmen und Weiterentwickeln sind die Weggefährten. Anstelle von abstraktem oder routiniertem Denken erfordert sie ein lebendiges Neudenken, abgestimmt auf die jeweilige Situation und Umstände.

Die Frage zu beantworten, was Leben ist, erfordert Beobachtung der Wirklichkeit in allen ihren Facetten, Denken und Beobachtung des Denkens. Ein sehr großes Feld der Erkenntnisschulung.


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Regeln und Standards

Schaffen wir zu viele Regeln und Standards?

Ein Beispiel einer Überregulierung: Wie viel Her(t)z braucht ein Kammerton?

Der heutige Kammerton wurde 1939 durch die internationale Organisation für Normierung auf 440 Hz festgelegt. Französische Musiker beklagten sich in einem Protokoll vom 19.6.1950 (Academie des Sciences) über diese Änderung, die laut Protokoll von der Instrumenten-Industrie in die Wege geleitet worden war, ohne sich mit Musikern abzusprechen. 1971 bestätigte der Europarat (!) die Normhöhe. (Magnus Schlichtig stellte 2010 einen Antrag zur Berichtigung der Kammerton-Normempfehlung. Der damalige Leiter der zuständigen Abteilung der DIN teilte mit: „Eigentlich verstehen wir davon nichts, wir sind Akustiker.“

Der Antrag, den Kammerton auf 432 Hz anzupassen, wurde abgelehnt.

Im selbstverwalteten Kultur- und Geistesleben wird die Auseinandersetzung mit dem Ur-Kammerton wieder aufgenommen werden können. Viele Frequenzen sind in der Vergangenheit als Kammerton verwendet worden und jede Stimmung hat ihre Wirkung. Der Ur-Kammerton steht im Reigen der “Reinen Harmonien”, also mit den “Sphärenharmonien” in Verbindung.

Nach der Idee der sozialen Dreigliederung kann die Kammertonhöhe weder von der Instrumentenindustrie noch von der Politik geregelt werden.

Weiterführende Informationen hier.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kammerton

http://www.magnus-schlichtig.de/geigenakademie/texte/Video.html

Dies sollte einzig durch Musiker sowie Therapeuten, Ärzte, Mathematiker und Astronomen geschehen. Die Kammertonhöhe kann neben den spezifisch musikalischen Aspekten auch Auswirkungen auf Lernfähigkeit und Gesundheit haben.


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