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Kulturelles und geistiges Leben

Titelbild zum Beitrag: Benötigen wir in Zukunft einen Bewusstseinswandel?

Benötigen wir in Zukunft einen Bewusstseinswandel?

Brauchen wir einen Bewusstseinswandel? Angesichts globaler Krisen stellt dieser Beitrag die Frage, welchen Sprung im Bewusstsein wir vollziehen müssen.

Benötigen wir in Zukunft einen Bewusstseinswandel?

Krisen ereignen sich nicht nur im menschlichen Leben, sondern auch global. Ob Klimawandel, Schere zwischen Arm und Reich, Kriege und Konflikte, Hunger… – viele Herausforderungen stehen vor uns. Wir haben es in der Wissenschaft weit gebracht. Unsere technischen Errungenschaften sind denen vergangener Jahrhunderte haushoch überlegen.

Von zahlreichen forschenden Menschen wurden bereits mögliche Handlungsansätze dargestellt.

Welchen Quantensprung im Bewusstsein müssen wir vollziehen? Und wie greift der schon laufende Bewusstseinswandel durch den sich gegenwärtig vollziehenden technischen Fortschritt in diesen Bewusstseinsprozess ein? 

Von zahlreichen forschenden Menschen wurden bereits mögliche Handlungsansätze dargestellt. Welchen Quantensprung im Bewusstsein müssen wir vollziehen? 

Und wie greift der schon laufende Bewusstseinswandel durch den sich gegenwärtig vollziehenden technischen Fortschritt in diesen Bewusstseinsprozess ein?

Ob integrales Bewusstsein nach Jean Gebser und Ken Wilber, große Transformation, New Enlightenment – neue Aufklärungen, sphärisches Bewusstsein – Umkreisbewusstsein im Gegensatz zum Egozentrischen: es gibt heute zahlreiche Ansätze, die versuchen, zu einem tieferen Verständnis der Welt, zu einer Überwindung eines rein materialistischen Weltbildes sowie zu einem respektvolleren und nachhaltigeren Umgang mit der Welt anzuregen.

Wir weisen auf das bereits erwähnte Buch „Come On!“ zum 50. Jubiläum des Club of Rome hin. Insbesondere im Kapitel 2 ab Seite 63ff. wird die Notwendigkeit von einem Bewusstseinswandel aus verschiedenen Perspektiven thematisiert.

Brauchen wir einen Wandel unseres Bewusstseins, welches keineswegs eine starre Masse ist. Einen anderen Umgang mit unseren Mitmenschen und der Natur? Eine neue Vision und Lebensweise des Zusammenlebens und der Verbundenheit mit der Natur? Damit auch die Dreigliederung eine gesellschaftliche Erneuerung bringen kann, brauchen wir ein Umdenken.

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Bewusstseinswandel: Warum die Krisen mehr verlangen als Technik

Klimawandel, die Schere zwischen Arm und Reich, Kriege und Hunger: Die Herausforderungen sind global. In der Wissenschaft haben wir es weit gebracht, unsere technischen Errungenschaften übertreffen die vergangener Jahrhunderte haushoch. Doch Technik allein löst keine sozialen Fragen. Ein Bewusstseinswandel muss hinzukommen.

3 Fragen zum Bewusstseinswandel

  • Wo stehen wir? Viele forschende Menschen haben Handlungsansätze dargestellt, aber sie werden zu selten umgesetzt.
  • Was muss sich ändern? Welchen Quantensprung im Bewusstsein müssen wir vollziehen?
  • Welche Rolle spielt die Technik? Wie greift der technische Fortschritt in den laufenden Bewusstseinswandel ein?

Bewusstseinswandel und Dreigliederung

Die Dreigliederung setzt beim Menschen an: Ein Bewusstseinswandel gelingt, wenn Denken, Fühlen und Wollen zusammenwirken. Das Geistesleben schafft Einsicht, das Rechtsleben ordnet Verantwortung, das Wirtschaftsleben setzt um. Mehr dazu in Selbstsicherheit und Selbstverwirklichung, Wie führt Kreativität aus Krisen? und Was bleibt diesseits des Digitalen?. Zum Begriff: Wikipedia: Bewusstsein.

Häufige Fragen zum Bewusstseinswandel

Kann ein Bewusstseinswandel verordnet werden? Nein. Er entsteht durch Erfahrung, Bildung und Begegnung, nicht durch Anordnung.

Wo beginnt er? Bei jedem Einzelnen: in der Frage, was ich glaube, wie ich handle und wofür ich Verantwortung übernehme.

Was du tun kannst

Nimm dir regelmäßig Zeit für Stille und Gespräch. Sprich mit anderen darüber, was sich in deinem Leben schon verändert hat. Jeder Bewusstseinswandel beginnt klein.

Weiterlesen auf wende.jetzt

Die soziale Dreigliederung verbindet Freiheit im Geistesleben, Gleichheit im Rechtsleben und Brüderlichkeit in der Wirtschaft. Wie diese Idee entstand und welche Menschen sie geprägt haben, erfährst du in den Beiträgen Wie entstand die soziale Dreigliederung? und Wer war Rudolf Steiner?

Wenn du neue Beiträge nicht verpassen möchtest, abonniere unseren Newsletter. Du erhältst dann in regelmäßigen Abständen Anregungen, Hintergründe und Ideen für gesellschaftlichen Wandel.

Ein Hinweis zum Weiterdenken

Gesellschaftlicher Wandel gelingt selten durch einzelne Maßnahmen. Er entsteht, wenn viele Menschen in Familie, Beruf, Verein und Gemeinde kleine Schritte gehen und ihre Erfahrungen austauschen. Deshalb lohnt es sich, Fragen offen zu stellen, Meinungen zu prüfen und Vorschläge gemeinsam zu entwickeln.

Wenn du eigene Gedanken oder Erfahrungen hast, teile sie in deinem Umfeld. Jede Anregung kann dazu beitragen, dass aus einer Idee gelebte Praxis wird.

Leben: Keimender Samen in einer Hand

Was ist Leben?

Was ist Leben? Diese Frage verlangt heute mehr als Maschinenbilder und Gen-Erklärungen. Dieser Beitrag zeigt, wie sich das Verständnis von Leben wandeln kann.

Was ist Leben?

Wir leben in einer Zeit, in der es lohnenswert ist, eine Antwort auf die Frage „Was ist Leben?“ zu erarbeiten. In der Mitte des 19. Jahrhunderts trat in der Naturwissenschaft die vorherrschende Denkweise auf, dass Lebewesen nur komplexe Maschinen wären. 100 Jahre später wurden die Gene als Quelle des Lebens angesehen.

(siehe z.B. „Das egoistische Gen“ von Richard Dawkins). Atome sollen sich zu Molekülen verbunden haben. Die Moleküle setzten die Umgestaltung fort, bis Aminosäuren, „die Grundbausteine“ des Lebens, entstanden sind. Aus den Aminosäuren sind dann Gene geworden, die sinnstiftende Eigenschaften kodieren. Dawkins schreibt den Genen einen Überlebens- und Vermehrungstrieb zu.

Aus dem Stoff entstünde dann Bewusstsein. – Alles unter der leitenden Kraft des Zufalls. Doch ist Leben wirklich etwas, was durch die Kombination von toten Stoffklumpen entstehen kann? Brauchen wir nicht eine unvoreingenommene Herangehensweise, um auf ein Verständnis von Leben zu kommen? Ja, Leben zeichnet sich durch seinen Prozesscharakter aus.

Doch werden diese Prozesse nur von physischen Kräften beeinflusst?

Solange die Frage nach dem Leben im Menschen und in der Mitwelt noch eine abstrakte ist, wird ihre Reichweite bei der Betrachtung des sozialen Organismus nicht sichtbar. Ist das Leben im sozialen Organismus nur ein Ablaufen von Programmen? …in letzter Konsequenz nur bestimmt durch physikalische Vorgänge?

Oder besitzen wir die Möglichkeit, den sozialen Organismus nach Ideen gemeinsam zu gestalten?

So legte der Nobelpreisträger Ilya Prigogine dar, dass lebendige Organismen als komplexe, non-lineare sowie dissipative Systeme aufzufassen sind. Sie sind offen zu ihrer Umwelt und stehen in einer intensiven Wechselwirkung zueinander. Reduktionistische Betrachtungsweise greifen für eine sachgemäße Beschreibung des Lebendigen zu kurz.

Und dennoch gelangen aus einer gesellschaftlichen Denkgewohnheit heraus Ansätze zur Anwendung, die noch nicht die Vielschichtigkeit des Lebens erfassen.

Schon allein vom Ökosystem ausgehend ist das Schicksal der Menschheit untrennbar mit dem Schicksal des Planeten verbunden. Und auch das Eintreten für das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit ist wesenslos, wenn der Wille fehlt, nicht in psychologische bzw. geistige Tiefen des Menschen erkennend einzudringen.

Für ein Verständnis des Lebendigen und des sozialen Organismus werden beweglichere Begriffe benötigt, mit denen die vorhandene Komplexität erfasst werden kann.

Dreigliederung ist kein starres Schema. Neben einem Verständnis der Grundprinzipien ihrer drei Bereiche benötigt ihre Umsetzung ein lebendiges Eingehen auf die jeweilige Situation. Das kann keine Musterlösung oder Schema sein, das routinemäßig kopiert werden kann.

Individuelles Gestalten und Verändern, das gemeinsame Abstimmen und Weiterentwickeln sind die Weggefährten. Anstelle von abstraktem oder routiniertem Denken erfordert sie ein lebendiges Neudenken, abgestimmt auf die jeweilige Situation und Umstände.

Die Frage zu beantworten, was Leben ist, erfordert Beobachtung der Wirklichkeit in allen ihren Facetten, Denken und Beobachtung des Denkens. Ein sehr großes Feld der Erkenntnisschulung.

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Was ist Leben? Von der Maschine zur Frage

Was ist Leben? Im 19. Jahrhundert galten Lebewesen als komplexe Maschinen, ein Jahrhundert später als Träger von Genen. Beide Bilder erklären viel und lassen doch offen, was lebendig macht. Wer fragt, was Leben ist, fragt zugleich, wie wir miteinander und mit der Natur umgehen.

3 Antworten auf die Frage nach dem Leben

  • Mechanisch: Das Leben als Maschine, ein Bild der Naturwissenschaft des 19. Jahrhunderts.
  • Genetisch: Das Leben als Programm der Gene, so der Gedanke des 20. Jahrhunderts.
  • Organisch: Leben als Ganzes, das sich selbst gestaltet und entwickelt.

Was ist Leben für die Gesellschaft?

Die Dreigliederung versteht auch die Gesellschaft als Organismus: Er lebt, wenn seine Teile zusammenwirken. Mehr dazu in Denken, Fühlen, Wollen, Ist der Mensch selbst ein sozialer Raum? und Bewusstseinswandel. Grundlagen: Wikipedia: Leben.

Häufige Fragen: Was ist Leben?

Gibt es eine endgültige Antwort? Nein. Die Frage „Was ist Leben“ bleibt offen und wandelt sich mit jedem Erkenntnisschritt.

Wie nähere ich mich? Durch Beobachtung der Natur, durch Studium und durch das Gespräch mit anderen.

Titelbild zum Beitrag: Regeln und Standards

Regeln und Standards

Schaffen wir zu viele Regeln und Standards? Dieser Beitrag zeigt am Beispiel des Kammertons, wann Normierung hilft und wann sie Vielfalt erstickt.

Schaffen wir zu viele Regeln und Standards?

Ein Beispiel einer Überregulierung: Wie viel Her(t)z braucht ein Kammerton?

Der heutige Kammerton wurde 1939 durch die internationale Organisation für Normierung auf 440 Hz festgelegt. Französische Musiker beklagten sich in einem Protokoll vom 19.6.1950 (Academie des Sciences) über diese Änderung, die laut Protokoll von der Instrumenten-Industrie in die Wege geleitet worden war, ohne sich mit Musikern abzusprechen.

1971 bestätigte der Europarat (!) die Normhöhe. (Magnus Schlichtig stellte 2010 einen Antrag zur Berichtigung der Kammerton-Normempfehlung. Der damalige Leiter der zuständigen Abteilung der DIN teilte mit: „Eigentlich verstehen wir davon nichts, wir sind Akustiker.“

Der Antrag, den Kammerton auf 432 Hz anzupassen, wurde abgelehnt.

Im selbstverwalteten Kultur- und Geistesleben wird die Auseinandersetzung mit dem Ur-Kammerton wieder aufgenommen werden können.

Viele Frequenzen sind in der Vergangenheit als Kammerton verwendet worden und jede Stimmung hat ihre Wirkung. Der Ur-Kammerton steht im Reigen der “Reinen Harmonien”, also mit den “Sphärenharmonien” in Verbindung.

Nach der Idee der sozialen Dreigliederung kann die Kammertonhöhe weder von der Instrumentenindustrie noch von der Politik geregelt werden.

Weiterführende Informationen hier.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kammerton

http://www.magnus-schlichtig.de/geigenakademie/texte/Video.html

Dies sollte einzig durch Musiker sowie Therapeuten, Ärzte, Mathematiker und Astronomen geschehen. Die Kammertonhöhe kann neben den spezifisch musikalischen Aspekten auch Auswirkungen auf Lernfähigkeit und Gesundheit haben.

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Regeln und Standards: Das Beispiel Kammerton

Der heutige Kammerton wurde 1939 von der internationalen Organisation für Normierung auf 440 Hz festgelegt. Französische Musiker beklagten sich 1950 darüber, dass die Instrumenten-Industrie die Änderung ohne sie angestoßen hatte. 1971 bestätigte der Europarat die Normhöhe. Ein Antrag von 2010, auf 432 Hz zu korrigieren, wurde abgelehnt, auch mit dem Hinweis, die Normierer seien Akustiker und keine Musiker. Das Beispiel zeigt: Regeln und Standards entstehen oft fern von denen, die sie betreffen.

3 Fragen zu Regeln und Standards

  • Wer legt fest? Entscheiden die Betroffenen mit oder nur Industrie und Verwaltung?
  • Wozu dient es? Erleichtert die Norm das Zusammenarbeiten oder schränkt sie Vielfalt ein?
  • Wer kann ändern? Gibt es einen Weg, Regeln und Standards zu überprüfen und anzupassen?

Regeln und Standards im selbstverwalteten Geistesleben

Im selbstverwalteten Kultur- und Geistesleben kann die Auseinandersetzung mit dem Ur-Kammerton wieder aufgenommen werden. Kunst und Kultur brauchen Raum, eigene Maßstäbe zu finden. Mehr zum Kammerton: Wikipedia: Kammerton. Verwandt sind Neuordnung der Rechtsverhältnisse und Unternehmen und Assoziationen.

Was du tun kannst

Frage dort, wo Regeln und Standards dich betreffen, nach dem Zweck und nach den Beteiligten. Engagiere dich in Verbänden und Vereinen, die Normen mitgestalten. Wo Regeln und Standards Vielfalt behindern, lohnt es sich, sie zu hinterfragen.

Titelbild zum Beitrag: Impfschutz – was ist notwendig?

Impfschutz – was ist notwendig?

Impfschutz ist ein Thema, bei dem Argumente oft zu kurz kommen. Dieser Beitrag fragt, was Mündigkeit und Beratung für die Entscheidung bedeuten.

Impfschutz – was ist notwendig?

Die Diskussion rund um einen Impfzwang wird manchmal recht heftig geführt. Statt Argumenten begegnet man dann einem verunglimpfenden Schlagabtausch.

Doch sind wir nicht alle mündige Bürgerinnen und Bürger? Mündigkeit ist dadurch gekennzeichnet, dass – nach eingehender Beratung – ein eigenes Urteil gefällt werden kann. Doch gefährdet ein Mensch, der sich nicht geimpft hat, einen anderen?

Nicht unbedingt, denn der andere kann sich ja selbst impfen lassen und die von ihm gewünschte Immunität herstellen.

Jedoch ist die Impfpflicht kein einfaches Thema. Welches Unternehmen wünscht es denn nicht, dass sein Medikament für eine pflichtmäßige Anwendung in Frage kommt? Auf der anderen Seite kann eine Impfung vor bestimmten Krankheiten schützen.

Doch wenn wir dem Immunsystem vieles abnehmen, reagiert es dann noch zuverlässig? Viel hängt von individuellen Faktoren ab, z.B. wie schwer ein Grippeverlauf sein könnte und ob man daher einen individuellen Grippeschutz bevorzugt. Die Rolle des Geisteslebens im sozialen Organismus ist die Erkenntnis- und Meinungsbildung sowie ein gesellschaftlicher Austausch. 

Alle Fragestellungen, die im Rechtsleben entschieden werden, fallen stets unter die Gleichheit.

Aus einem individuellen Impfentscheid wird derzeit eine vom Individuum unabhängige Impfpflicht (Masernimpfung). 

Daher ist bei jeder Fragestellung sorgsam zu prüfen, ob sie in der Freiheit des Geisteslebens belassen werden kann oder ob wirklich eine Vorgabe aus dem Rechtsleben notwendig ist. Eigenständigkeit und Selbstverantwortung kann sich nur im Geistesleben ausbilden.

Ein anderer Gesichtspunkt ist die Qualität der Erprobung von Impfstoffen.

Wenn sie dringend benötigt werden, kommen abgekürzte Testverfahren zum Einsatz.
Bevor man sich für Impflicht einsetzt, muss man jedoch gut überlegen, ob wirklich die Pflicht wesentlicher als die Freiheit ist. Auch ein Abwägen hinsichtlich der körperlichen Unversehrtheit und dem Schutz der Allgemeinheit ist zu bedenken.

Sind die vorgesehenen Maßnahmen wirklich verhältnismäßig? Unsere Kultur setzt auf das mündige Individuum, welches eine maximale Freiheit für die Gestaltung seines Lebensweges bzw. die eigene Entfaltung braucht. Der Grat ist schmal: jedes noch so gut gemeinte Gebot, was dem Einzelnen etwas zu seinem individuellen Wohl vorschreibt, verhindert, dass der Einzelne mit bewussten Gründen die gegenteilige Entscheidung hätte treffen können.

Und wie viele Ideen hätte nicht jeder von uns, was man allen vorschreiben könnten, damit sie ein besseres Leben führen. Man vergleiche nur die Zahlen der in Deutschland der durch Rauchen gestorbenen Personen pro Jahr mit denen von vielen Krankheiten verursachten Toten. Und wie viele Menschen geraten in einen Alkoholismus?

Was könnte man nicht alles versucht sein zu verbieten. Sogar das Autofahren, da es auch hier zu Verletzten und Verkehrstoten kommt.

Freie Entscheidung für oder gegen eine Impfung sind die konsequente Folge unserer Verfassung.

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Impfschutz: Mündigkeit und Beratung

Mündigkeit zeigt sich darin, dass nach eingehender Beratung ein eigenes Urteil gefällt werden kann. Beim Impfschutz heißt das: Informationen sachlich abwägen, statt in einen verunglimpfenden Schlagabtausch zu geraten.

3 Fragen zum Impfschutz

  • Wer ist gefährdet? Gefährdet ein Mensch ohne Impfung andere, die sich selbst schützen können?
  • Wer berät? Unabhängige Ärztinnen und Ärzte klären Nutzen und Risiken.
  • Wer entscheidet? Im Regelfall der Einzelne, im Ausnahmefall nach klaren rechtlichen Kriterien die Gemeinschaft.

Impfschutz im Rechtsleben und im Geistesleben

Die Dreigliederung ordnet: Das Geistesleben liefert Forschung und Beratung, das Rechtsleben regelt Ausnahmefälle mit hoher Gefahr. Mehr dazu in Infektionsschutz im Rechtsleben und Therapiefreiheit. Grundlagen: Wikipedia: Impfung.

Häufige Fragen

Heißt das, Impfschutz ist unwichtig? Nein. Es geht um die Frage, wie Entscheidungen zustande kommen: informiert und respektvoll.

Wo finde ich verlässliche Informationen? Bei Ärztinnen, Ärzten und unabhängigen Gesundheitsstellen.

Therapiefreiheit: Ärztin und Patient im Gespräch

Wer entscheidet über meine Therapie?

Wer entscheidet über meine Therapie? Therapiefreiheit bedeutet Vielfalt für individuell abgestimmte Heilwege.

Wer entscheidet über meine Therapie?

Therapiefreiheit bedeutet Vielfalt ermöglichen für individuell abgestimmte Therapien. Unterschiedlichkeit zeichnet uns Menschen aus. Häufig haben auch die Lebensverhältnisse Einfluss auf eine Krankheit sowie auf den Verlauf der Gesundung. Zusammen mit Ärztinnen und Ärzten sowie Therapeutinnen und Therapeuten in zertifizierten Heilberufen kann aus der Angebotsvielfalt über das individuelle Heilkonzept entschieden werden.

Manch einer möchte das neueste Medikament aus der pharmazeutischen Industrie, andere wählen eine Standardtherapie oder suchen therapeutische Konzepte, die nicht nur auf die physische Leiblichkeit des Menschen fokussiert sind, sondern auch die seelische und geistige Seite mit einbeziehen. Auch die Ebenen, auf denen Krankheitsursachen gesucht werden, können verschieden sein: von individuellen psychologischen Faktoren über Vererbung bis hin zu Ursachen, die Seele und Lebensgeschichte einbeziehen.

Grundlage und Voraussetzung einer freien Therapiewahl ist, dass ärztliche Fachleute eine zertifizierte Ausbildung in einem Heilberuf abgeschlossen haben. Heilen benötigt Wissen, um einem anderen Menschen zu helfen und sein Vertrauen rechtfertigen zu können.

Das Gesundheitswesen wird hierdurch nicht unbezahlbar. In der integrativen Medizin kann unter anderem aus chinesischer Medizin, homöopathischen Mitteln oder anthroposophischer Medizin gewählt werden. Das muss nicht teurer sein als der Rückgriff auf patentgeschützte Medikamente.

Darüber hinaus ist im Gesundheitswesen ein Umdenken notwendig. Gesundheit des Menschen ist unentflechtbar mit der Gesundheit der Erde verbunden – also mit der Gesundheit von Tieren, Pflanzen und Ökosystemen. Die Dramatik dieser Verflechtung zeigt das Überspringen von Krankheiten aus dem Tierreich zum Menschen (Zoonosen). Somit ist nicht nur eine patientenzentrierte Medizin, sondern ebenso die Möglichkeit eines umfassenden One-Health- oder Planetary-Health-Ansatzes gefordert.

Besonders ältere Menschen, die gerade eine Patientenverfügung erstellen, sehen sich vor die Entscheidung gestellt, welche lebensverlängernde Maßnahmen sie im Fall der Fälle angewandt haben wollen. (s. auch Infektionsschutz im Rechtsleben)

Gesundheit im Geistesleben der Sozialen Dreigliederung

Im Sinne der Sozialen Dreigliederung gehört die Entscheidung über Therapie und Heilkonzept in das Geistesleben – also in den Bereich der Freiheit. Kein Staat und kein Konzern darf einem Menschen vorschreiben, welche Therapie er wählen soll. Aufgabe des Rechtslebens ist es, Mindeststandards zu definieren – zertifizierte Heilberufe, Behandlungssicherheit – nicht Therapiepfade festzulegen.

Die Herausforderung liegt in der Finanzierung: Das heutige Kassensystem bevorzugt schulmedizinische Standardbehandlungen und schließt viele komplementäre Methoden aus. Eine zukunftsweisende Lösung könnte darin liegen, Krankenkassen mehr Spielraum für individuelle Leistungspakete zu geben – ähnlich wie in der Schweiz, wo Zusatzversicherungen komplementäre Medizin regelmäßig abdecken.

Was ich jetzt tun kann

  • Informiere dich über integrative Medizin und deren Angebote in deiner Region
  • Prüfe, ob deine Krankenkasse alternative Heilmethoden fördert
  • Sprich mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt über integrative Ansätze
  • Sind wir Mitglieder in einer Krankenkasse, die Wahlfreiheit unterstützt?

Weiterführend: Infektionsschutz · Neutralität des Staates · Selbstsicherheit und Selbstverwirklichung

Therapiefreiheit: Vielfalt im Gesundheitswesen

Menschen sind verschieden, und mit ihnen ihre Lebensverhältnisse und der Verlauf einer Krankheit. Therapiefreiheit ermöglicht es, gemeinsam mit Ärztinnen, Ärzten und Therapeutinnen in zertifizierten Heilberufen aus einer Vielfalt von Angeboten das passende Heilkonzept zu wählen.

3 Prinzipien der Therapiefreiheit

  • Beratung: Patienten werden umfassend informiert und beraten.
  • Wahlfreiheit: Aus der Angebotsvielfalt entscheidet der Mensch mit seinen Behandelnden.
  • Qualifikation: Zertifizierte Heilberufe sichern Qualität und Sicherheit.

Therapiefreiheit im Geistesleben

Medizin gehört zum Geistesleben, in dem Freiheit gilt. Nur bei ansteckenden Krankheiten mit großer Verbreitung greift das Rechtsleben ein. Mehr dazu in Infektionsschutz im Rechtsleben und Impfschutz. Grundlagen: Wikipedia: Therapiefreiheit.

Häufige Fragen

Gilt Therapiefreiheit immer? Sie gilt für individuelle Erkrankungen. Bei Seuchen mit schneller Ausbreitung gelten besondere Regeln.

Wie nutze ich Therapiefreiheit? Informiere dich, lass dich beraten und besprich Optionen offen mit deinen Behandelnden.

Titelbild zum Beitrag: Wie leben wir religiöse Vielfalt?

Wie leben wir religiöse Vielfalt?

Wie leben wir religiöse Vielfalt? Dieser Beitrag zeigt, warum freie Religionsausübung zur freien Entfaltung der Persönlichkeit gehört.

Wie leben wir religiöse Vielfalt?

Das Ausüben einer Religion ist ein wesentlicher Bestandteil der freien Persönlichkeitsentfaltung. Zum freien Kultur- und Geistesleben gehört – neben Bildung, Kunst und Wissenschaft – auch die freie Religionsausübung. Das Wirtschaftsleben kann Produkte herstellen oder Dienstleistungen erbringen, die für ein religiöses Leben gewünscht werden. Doch darf eine Religionsgemeinschaft keine grundsätzlichen Einschränkungen für das Wirtschaftsleben treffen. Die Rahmenbedingungen einer Gesellschaft werden im Rechtsleben festgelegt – und der Mensch als Gleicher unter Gleichen behandelt (im Sinne von Grundrechten und -pflichten).

Diese Rahmenbedingungen müssen eine freie Religionsausübung ermöglichen,

wie sie insgesamt eine freie Entfaltung der Persönlichkeit im Kultur- und Geistesleben ermöglichen sollen.

Hierdurch entsteht die interessante Herausforderung, dass Religionen als NGOs ihre Anliegen grundsätzlich in einer Gesellschaft vertreten können, dass jedoch Religion als ein Kriterium zur Bildung von politischen Parteien die Religionsfreiheit stark einschränken kann. Parteien können den Menschen besonders dann dienen, wenn sie kulturelle Vielfalt fördern und sich auf Sachfragen fokussieren, die wirklich in den Bereich des Rechtslebens fallen. Eine multikulturelle Gesellschaft ist für mehr als eine Religion da und will gerade nicht religiöse Parteienbildung fördern.

Im Umkehrschluss kann der Staat natürlich auch nicht für eine Religion Kirchensteuern einsammeln und für andere nicht. Das ist wiederum eine Form der Ungleichbehandlung. Daher ist eine Abschaffung der Kirchensteuer als eine wichtige Entkopplung von Staat und Kirche zu sehen. Der Einsatz für die freie Ausübung anderer Religionen ist erforderlich. Niemand soll sich durch die Ausübung einer Religion als nicht willkommen erleben.

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Religiöse Vielfalt: Teil des freien Geisteslebens

Zum freien Kultur- und Geistesleben gehört neben Bildung, Kunst und Wissenschaft auch die freie Religionsausübung. Religiöse Vielfalt ist daher kein Problem, sondern Ausdruck von Freiheit. Jeder Mensch soll seine Persönlichkeit entfalten können, auch im Glauben.

3 Prinzipien für religiöse Vielfalt

  • Freiheit im Geistesleben: Religionsgemeinschaften gestalten ihr Leben selbst.
  • Gleichheit im Rechtsleben: Der Mensch wird als Gleicher unter Gleichen behandelt, im Sinne von Grundrechten und Grundpflichten. Die Rahmenbedingungen müssen freie Religionsausübung ermöglichen.
  • Grenzen im Wirtschaftsleben: Das Wirtschaftsleben kann Produkte und Dienste für religiöses Leben anbieten. Eine Religionsgemeinschaft darf ihm jedoch keine grundsätzlichen Einschränkungen auferlegen.

Religiöse Vielfalt als Herausforderung

Daraus entsteht die interessante Aufgabe, verschiedene Überzeugungen friedlich nebeneinander zu leben. Religiöse Vielfalt verlangt Respekt, Neugier und klare Regeln. Mehr dazu in Beginnt Vielfalt beim Einzelnen?, Vielfalt im Bildungswesen und Neutralität des Staates. Grundlagen: Wikipedia: Religionsfreiheit.

Was du tun kannst

Besuche eine Veranstaltung einer Religionsgemeinschaft, die dir fremd ist, und sprich mit den Menschen dort. Religiöse Vielfalt wird lebendig, wo Menschen einander begegnen.

Unabhängige Finanzierung von Journalismus: Schreibmaschine und Zeitungen

Wer finanziert unabhängige, journalistische Recherche?

Unabhängige Finanzierung ist die Voraussetzung für freien Journalismus. Wer Recherche bezahlt, bestimmt mit, was recherchiert wird. Dieser Beitrag zeigt, wie Recherche unabhängig von Werbung, Politik und Wirtschaft getragen werden kann.

Wer finanziert unabhängige, journalistische Recherche?

Heute finanzieren sich Zeitungen etwa zur Hälfte aus Werbeeinnahmen. Viele Schreibende sind zu einer definierten Anzahl von Zeilen pro Tag verpflichtet. In solchen Vertragsverhältnissen ist nicht immer Zeit für freien und investigativen Journalismus und Recherchetätigkeit.

Unterhaltungsmedien jedoch können durch Werbung und Preisgestaltung bei Nutzung finanziert werden. Inhalt- und rechercheleistungsbasiert werden Arbeitsleistungen unabhängig vom Rechts- und Wirtschaftsleben finanziert.

Die zu erbringende Gesamtleistung und die dafür notwendigen finanziellen Mittel auch für die Einkommen der Medienschaffenden werden vom Kulturrat oder von Medien-Assoziationen ermittelt und festgelegt. Refinanziert werden diese durch Gewinne der Medienunternehmen und durch Abgaben der Bürger. Der derzeit erhobene Rundfunkbeitrag kann somit entfallen. Recherchen sind Kulturleistungen und brauchen eine unabhängige Finanzierung.

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Unabhängige Finanzierung: Warum Werbung Recherche bremst

Zeitungen finanzieren sich heute etwa zur Hälfte aus Werbeeinnahmen. Das wirkt auf die Arbeit: Wer täglich eine bestimmte Zahl von Zeilen liefern muss, hat selten Zeit für gründliche Recherche. Investigative Arbeit dauert Wochen und bringt oft keinen sofortigen Ertrag.

Eine unabhängige Finanzierung trennt deshalb zwei Dinge: Unterhaltung darf sich über Werbung und Nutzungspreise tragen. Recherche und Information aber brauchen ein Fundament, das nicht von Anzeigenkunden oder Auflagenzahlen abhängt.

Drei Modelle für eine unabhängige Finanzierung

  • Kulturrat oder Medien-Assoziation: Sie ermitteln den nötigen Gesamtaufwand, auch für die Einkommen der Medienschaffenden, und legen ihn fest.
  • Beiträge der Bürger: Statt des heutigen Rundfunkbeitrags fließen freiwillige oder zweckgebundene Abgaben in einen gemeinsamen Topf.
  • Abgaben der Medienunternehmen: Gewinne der Medienunternehmen tragen zur Refinanzierung bei.

Das Prinzip: Die Finanzierung der Arbeitsleistung ist vom Rechts- und Wirtschaftsleben unabhängig. Die Journalistinnen und Journalisten entscheiden, was recherchiert wird, nicht die Geldgeber.

Unabhängige Finanzierung und die Dreigliederung

Journalismus gehört zum Geistesleben. Dort gilt Freiheit, und Freiheit braucht Unabhängigkeit vom Staat und vom Markt. Mehr Hintergrund bieten unsere Beiträge Wie entsteht unabhängiger Qualitätsjournalismus? und Freie Medienangebote. Eine Einordnung des Begriffs liefert Wikipedia: Investigativer Journalismus.

Was du tun kannst

Unterstütze Redaktionen, die Recherche ohne Werbedruck leisten, durch ein Abo oder eine regelmäßige Spende. Frage in deiner Region nach, wie lokale Medien finanziert werden. Eine unabhängige Finanzierung beginnt dort, wo Leserinnen und Leser Verantwortung übernehmen.

Unabhängige Finanzierung in der Praxis

Wie könnte eine unabhängige Finanzierung konkret aussehen? Ein Medien-Kulturrat sammelt Vorschläge von Redaktionen, ermittelt den Bedarf für gründliche Recherche und legt fest, welche Mittel dafür nötig sind. Die Mittel fließen ohne inhaltliche Vorgaben an die Redaktionen. Transparenz sorgt dafür, dass jeder nachvollziehen kann, wofür das Geld verwendet wird.

Der Vorteil dieser Form der unabhängigen Finanzierung: Recherchezeit wird planbar. Eine Redakteurin muss nicht mehr zwischen Zeilenpflicht und Gründlichkeit abwägen. Und Leserinnen und Leser sehen, dass Journalismus ein gemeinsames Gut ist, das sie mittragen.

Einwände und Antworten

Wird Journalismus dann staatlich? Nein. Der Staat gibt weder Inhalte noch Beträge vor. Der Kulturrat entsteht aus dem Geistesleben selbst.

Was bedeutet das für Verlage? Verlage können weiterhin Unterhaltung, Service und Meinung über Werbung und Preise finanzieren. Die unabhängige Finanzierung gilt nur für Recherche und Information.

Wie beginnt man? Mit Modellversuchen in einer Region, in der Redaktionen, Bürger und Stiftungen gemeinsam ein Recherchebudget aufbauen.

Was du tun kannst

Unterstütze unabhängige Redaktionen mit einem Abo oder einer regelmäßigen Spende. Frage in deiner Region, wie Lokalmedien Recherche finanzieren, und sprich mit Bekannten darüber, was Journalismus dir wert ist. Eine unabhängige Finanzierung beginnt dort, wo Leserinnen und Leser Verantwortung übernehmen.

Auch Stiftungen und Förderkreise können eine unabhängige Finanzierung mittragen, solange sie keinen Einfluss auf Inhalte nehmen. Entscheidend ist, dass Geldgeber und Redaktion getrennt bleiben und die Finanzierung öffentlich nachvollziehbar ist. So bleibt Recherche frei und Journalismus glaubwürdig.

Freie Medienangebote: Smartphone mit Zeitungsartikeln

Wie lassen sich freie Medien frei finanzieren?

Wie lassen sich freie Medienangebote frei finanzieren? Dieser Beitrag stellt die Idee einer Plattform vor, die Vielfalt fördert und bestehende Medienhäuser beteiligt.

Wie lassen sich freie Medien frei finanzieren?

Brauchen wir eine neue oder zusätzliche Finanzierungsmöglichkeit von Medien, die parallel zur bestehenden aufgebaut werden kann?

Diese Filtereinstellungen ergänzend, könnten auch zusätzlich zufällige Vorschläge von Beiträgen mitgeschickt werden, damit Vielfalt entsteht und man so nicht in immer gleichen Informationsräumen hängen bleibt. Dann können auch neue Autoren oder neue Themen entdeckt und zu den Filtereinstellungen hinzugefügt werden.

Natürlich setzt diese Idee der Plattform voraus, dass die bestehenden Medienhäuser ihre Beiträge zur privaten Nutzung zur Verfügung stellen – selbstverständlich gegen Entgelt, wie oben beschrieben.

Eine direkte Konkurrenz zu Zeitschriften oder bestehenden Internetangeboten besteht nicht, da durch die Filtereinstellungen Kombinationen erzeugt werden, die anders nicht erhältlich sind – warum sollte, wer seine Zeitung bereits täglich zufrieden liest, das ändern?

Wenn wir die digitalen Möglichkeiten ausnutzen, könnte das eine Plattform sein, auf der nach Beiträgen zu selbst gewählten Themen und nach Autorenschaft gefiltert werden kann – zu diesen Filtereinstellungen erhält man entsprechende Artikel zusammengestellt und in den gewählten Abständen zugeschickt. Bezahlt wird nur, was wirklich gelesen wird. Anlesen / anhören / ansehen bis zu einem gewissen Punkt ist kostenlos, doch an diesem Punkt trifft man die Entscheidung, ob man es für gut befindet und bezahlen möchte. Interessant werden solche Zusammenstellungen, wenn sie alle Zeitungsinhalte und freie Journalistinnen einbeziehen.

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Freie Medienangebote: Warum eine neue Finanzierung?

Brauchen wir eine neue oder zusätzliche Finanzierungsmöglichkeit von Medien, die parallel zur bestehenden aufgebaut werden kann? Freie Medienangebote sollen unabhängig von Werbung und Einflussnahme arbeiten und den Lesenden mehr Auswahl geben.

3 Bausteine für freie Medienangebote

  • Filtereinstellungen: Nutzende stellen selbst ein, welche Autoren und Themen sie lesen.
  • Zufällige Vorschläge: Zusätzliche Beiträge sorgen für Vielfalt, damit niemand in immer gleichen Informationsräumen hängen bleibt. So entdeckt man neue Autoren und Themen.
  • Beteiligung der Medienhäuser: Bestehende Häuser stellen ihre Beiträge zur privaten Nutzung zur Verfügung, selbstverständlich gegen Entgelt.

Eine direkte Konkurrenz zu Zeitschriften oder bestehenden Internetangeboten besteht nicht, denn die Filter erzeugen Kombinationen, die es anders nicht gibt. Freie Medienangebote ergänzen also, was heute fehlt.

Freie Medienangebote und Dreigliederung

Medien gehören zum Geistesleben, das auf Freiheit beruht. Ihre Finanzierung muss unabhängig bleiben. Mehr dazu in Wer finanziert unabhängige, journalistische Recherche?, Auf dem Weg zu freien Medien und Unabhängiger Qualitätsjournalismus. Zur Gefahr abgeschlossener Informationsräume: Wikipedia: Filterblase.

Was du tun kannst

Unterstütze freie Medienangebote durch Abos und Beiträge, und suche bewusst Quellen außerhalb deiner gewohnten Informationsräume.

Titelbild zum Beitrag: Wie bleibt Qualitätsjournalismus unabhängig?

Wie bleibt Qualitätsjournalismus unabhängig?

Wie bleibt Qualitätsjournalismus unabhängig? Dieser Beitrag zeigt, was Leserinnen und Leser tun können.

Wie bleibt Qualitätsjournalismus unabhängig?

Sich aus mehr als einer Quelle zu informieren, ist das Gebot der Zeit. Eine eigene Meinung zu entwickeln – aber überprüfbar begründet zu sein –, bedeutet immer, eine Eigenleistung zu erbringen. Qualitätsjournalismus sollte auch individuell finanziell unterstützt werden. Wenn möglich, sollte man zu einer der Quellen regelmäßig beitragen. Nicht alle Quellen sind gleich wertvoll: Es ist ein kritisches Auge darauf zu entwickeln, wer einen Artikel schreibt und welche Motive dahinterstecken.

Warum Journalismus Teil des Geisteslebens ist

Im Sinne der Sozialen Dreigliederung gehört Journalismus eindeutig ins freie Geistesleben: Er ist eine Form der Erkenntnisarbeit und Informationsvermittlung. Wie Wissenschaft und Bildung lebt er von Freiheit – Freiheit von staatlicher Einflussnahme ebenso wie von wirtschaftlichen Interessen. Ein Journalist, der von einem Konzern finanziert wird, wird über diesen Konzern nicht frei berichten können. Ein öffentlich-rechtliches Medium, das von politisch besetzten Gremien beaufsichtigt wird, ist nicht unabhängig.

Die Krise des Qualitätsjournalismus

Die Finanzierungsbasis des professionellen Journalismus bricht seit Jahren ein:

  • Printauflagen schrumpfen – Anzeigeneinnahmen sinken drastisch
  • Digitale Werbung fließt vor allem zu Google und Meta, nicht zu Nachrichtenanbietern
  • Clickbait und Reichweitenoptimierung ersetzen Tiefenrecherche
  • Redaktionen werden verkleinert, freie Journalisten unter Druck gesetzt

Das Ergebnis: Weniger investigativer Journalismus, mehr PR-Übernahme, mehr Echokammern.

Alternative Finanzierungsmodelle

Es gibt Alternativen, die unabhängigen Journalismus nachhaltig finanzieren:

  • Leserfinanzierung: Abonnements, Mitgliedschaften, Direktspenden – the Guardian, taz und viele lokale Medien zeigen, dass Leserinnen und Leser bereit sind zu zahlen, wenn der Inhalt es wert ist
  • Journalismus-Stiftungen: Gemeinnützige Träger, die Recherche finanzieren, ohne kommerzielle Interessen – das investigative Magazin Correctiv ist ein deutsches Beispiel
  • Mediengenossenschaften: Medien im Besitz ihrer Leserinnen und Leser – demokratische Strukturen statt Verlegerautorität
  • Öffentliche Förderung ohne Inhaltskontrolle: Staaten können Journalismus fördern (wie Bibliotheken), ohne inhaltlich einzugreifen – eine Kulturtechnik, keine Staatspresse

Wie du als Leserin und Leser beitragen kannst

  • Abonniere mindestens eine unabhängige Medienquelle, die du schätzt
  • Unterstütze investigative Medien mit Spenden (Correctiv, Reporter ohne Grenzen, taz, Krautreporter)
  • Teile gute Recherchen – nicht nur Schlagzeilen
  • Lerne, Quellen zu bewerten: Wer finanziert das Medium? Was sind die Interessen des Autors?
  • Lies über den Tellerrand: mindestens zwei unterschiedliche Perspektiven pro Thema

Unabhängiger Journalismus ist keine Selbstverständlichkeit – er ist eine kulturelle Leistung, die Unterstützung braucht.

Weiterführend: Freie Medien · Neue Finanzierungsmodelle · Neutralität des Staates · Freie Wissenschaft

Qualitätsjournalismus: Eigenleistung gefragt

Sich aus mehr als einer Quelle zu informieren, ist das Gebot der Zeit. Eine eigene Meinung zu entwickeln und überprüfbar zu begründen, ist eine Eigenleistung. Qualitätsjournalismus sollte außerdem individuell unterstützt werden.

3 Wege für unabhängigen Qualitätsjournalismus

  • Mehrere Quellen nutzen: Unterschiedliche Perspektiven schützen vor Einseitigkeit.
  • Motive prüfen: Frage, wer schreibt und wer davon profitiert.
  • Regelmäßig beitragen: Ein Abo oder eine kleine Spende sichert Unabhängigkeit.

Qualitätsjournalismus gehört ins Geistesleben

Im Sinne der Dreigliederung ist Journalismus Teil des freien Geisteslebens. Er braucht Unabhängigkeit von Staat und Markt. Mehr dazu in Unabhängige Finanzierung für Journalismus, Freie Medienangebote und Weg zu freien Medien. Grundlagen: Wikipedia: Qualitätsjournalismus.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich Qualitätsjournalismus? An Quellenangaben, Trennung von Meinung und Bericht und transparenter Finanzierung.

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Weg zu freien Medien: Zeitungsstapel und Mikrofon

Wie kommen wir zu freien Medien?

Wie finden wir den Weg zu freien Medien? Dieser Beitrag zeigt, warum Medienfreiheit zum freien Geistesleben gehört und was jeder Einzelne dafür tun kann.

Wie kommen wir zu freien Medien?

Medien sind wesentlicher Bestandteil eines freien Geisteslebens: Nur, wenn wir über Dinge wissen, können wir zu einem eigenen Urteil kommen und uns selbstbestimmt in die Welt stellen. Daher ist jede Beeinflussung der Medienfreiheit durch das Wirtschaftsleben, um beispielsweise kommerzielle Vorteile zu erhalten, und durch das Rechtsleben, zum Beispiel um oppositionelle Gedanken zu erschweigen, eine Gefahr für unsere eigene Unabhängigkeit und Souveränität.

Es ist ratsam, sich aus mehr als einer Quelle zu informieren und darauf zu achten,dass finanzierte Kampagnen auch als solche von einem selbst und den Mitbürgern wahrgenommen werden. Durch Austausch und Gespräch können wir Wichtiges für die eigene Meinungsbildung erfahren. Freiheit und Selbstverantwortung braucht einen regen Austausch mit anderen.

In Zukunft werden die Medien weder im Bereich des Wirtschaftslebens noch beim Staat verortet sein. Wenn die Wirtschaft die Medien kontrolliert, werden diese für die Zwecke des Kommerzes eingespannt und vereinnahmt. Wenn der Staat die Presse kontrolliert, “tanzt sie nach ihrer Pfeife”, eben der herrschenden Regierungsparteien.

Ihre Arbeit können Medienschaffende in verschiedenen Medienhäusern und Presseverlagen erbringen. Für den Druck, die Funkübermittlung und den Vertrieb der einzelnen Medienprodukte und Formate sind Unternehmen zuständig, die dem Wirtschaftsleben zuzurechnen sind. Redakteure und Journalisten sind also zukünftig wirklich freie Mitarbeiter und können somit innerhalb des jeweiligen Medienunternehmens unabhängig von den wirtschaftlichen Überlegungen ihre Arbeit allein aus der Sache heraus ihre Arbeit leisten. Medienunternehmen, Journalisten und Redakteure und ihre Nutzer können sich in Medien-Assoziationen zum Abgleich der wirtschaftlichen Interessen zusammenschließen.

Künftig sollten die Journalisten und Redakteure aller Medienbereiche (Presse, Rundfunk, Internet) im Sektor Kultur- und Geistesleben tätig sein. Sie werden bei freien Medienträgern angestellt und beziehen ihr Einkommen aus dem Bereich des Geisteslebens.

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Weg zu freien Medien: Warum Unabhängigkeit zählt

Medien sind wesentlicher Bestandteil eines freien Geisteslebens: Nur wenn wir informiert sind, können wir uns ein eigenes Urteil bilden und uns selbstbestimmt in die Welt stellen. Jede Beeinflussung durch die Wirtschaft, etwa um kommerzielle Vorteile zu erhalten, oder durch das Rechtsleben, etwa um oppositionelle Gedanken zu unterdrücken, gefährdet unsere Unabhängigkeit. Der Weg zu freien Medien führt daher über klare Grenzen.

3 Schritte auf dem Weg zu freien Medien

  • Mehrere Quellen nutzen: Wer sich aus mehr als einer Quelle informiert, erkennt Einseitigkeit.
  • Kampagnen erkennen: Finanzierte Kampagnen sollten als solche wahrgenommen werden, von dir und deinen Mitmenschen.
  • Austausch pflegen: Im Gespräch erfahren wir Wichtiges für die eigene Meinungsbildung.

Weg zu freien Medien und Dreigliederung

Freiheit und Selbstverantwortung gehören zusammen. Die Dreigliederung gibt Medien einen eigenen Ort im Geistesleben, unabhängig von Markt und Staat. Mehr dazu in Wie lassen sich freie Medien frei finanzieren?, Unabhängiger Qualitätsjournalismus und Umgang mit sozialen Medien. Grundlagen: Wikipedia: Pressefreiheit.

Häufige Fragen

Was sind freie Medien? Medien, die unabhängig von Werbekunden, Parteien und Konzernen berichten.

Wie erkenne ich Beeinflussung? Frage nach Finanzierung, Besitzverhältnissen und Quellen und vergleiche mehrere Berichte.

Was du tun kannst

Abonniere ein unabhängiges Medium, teile geprüfte Inhalte und sprich mit Freunden über Quellen. Der Weg zu freien Medien beginnt bei deiner eigenen Auswahl.