Wie wurden Rechte zu Scheinwaren?
Scheinwaren sind Dinge, die wie Waren gehandelt werden, es aber nicht sind: Arbeit, Boden und Kapital. Dieser Beitrag erklärt, wie es dazu kam und warum es ein Irrtum ist.
Wie wurden Rechte zu Scheinwaren?
Nach heutigem ökonomischem Verständnis und Handeln haben die Produktionsfaktoren Arbeit – Boden – Kapital ebenso einen Preis wie die Waren selbst. Sie sind jedoch nur scheinbar Wirtschaftsobjekte, denn sie bestimmen das Wirtschaftsgeschehen. Durch historisch liberale und neoliberale Ideen hat sich die scheinbare Käuflichkeit dieser Rechte entwickelt, auch als Kommodifizierung („Ware-Werden“) bezeichnet.
Weshalb stellen die Produktionsfaktoren keine käuflichen Rechte dar?
1. Arbeit: Der Unternehmer kauft keine Arbeit, sondern bezahlt – versteckt in hoch arbeitsteiligen Prozessen – die Produkte der Mitarbeitenden.
2. Boden: Der Eigentümer einer Landfläche kauft mit Zahlung einer Geldsumme nicht den Boden, sondern das Recht, andere von der Nutzung des Bodens auszuschließen bzw. ihn selbst zu nutzen.
3. Kapital: Der Erwerb von Geld- und Sachkapital (Unternehmen, Maschinen) muss in Zukunft mehr als ein Recht verstanden werden. Das steht den Menschen natürlicherweise zu, solange sie die Fähigkeiten haben, diese Mittel sinnvoll für andere einzusetzen. Die Nutzung von Kapital zur bloßen Gewinnmaximierung wie die „feindliche“ Übernahme von Unternehmen gleicht modernem Raubrittertum.
Mit neuen rechtlichen Rahmenbedingungen (s. nachfolgende Punkte Arbeit, Eigentum, Boden, Kapital) wird das Ziel wahrer Preise innerhalb des Wirtschaftslebens erst möglich.
Die drei Faktoren Arbeit, Boden und Kapital sind von dem „Ware werden“ zu befreien.
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Scheinwaren: Wenn Rechte einen Preis bekommen
Nach heutigem ökonomischem Verständnis haben die Produktionsfaktoren Arbeit, Boden und Kapital einen Preis wie die Waren selbst. Doch sie sind nur scheinbar Wirtschaftsobjekte, denn sie bestimmen das Wirtschaftsgeschehen. Aus liberalen und neoliberalen Ideen entwickelte sich die scheinbare Käuflichkeit, die auch Kommodifizierung („Ware-Werden“) heißt.
3 Scheinwaren im Überblick
- Arbeit: Der Unternehmer kauft keine Arbeit, er bezahlt in hoch arbeitsteiligen Prozessen die Produkte der Mitarbeitenden.
- Boden: Wer Land kauft, erwirbt nicht den Boden, sondern das Recht, andere von der Nutzung auszuschließen oder ihn selbst zu nutzen.
- Kapital: Geld- und Sachkapital sind nach der Fertigstellung keine Ware mehr, sondern Mittel zur Nutzung.
Scheinwaren und die Dreigliederung
Wer Scheinwaren als Waren behandelt, vermischt Rechts- und Wirtschaftsleben. Die Dreigliederung ordnet sie neu: Rechte gehören ins Rechtsleben, nicht auf den Markt. Mehr dazu in Arbeit und Einkommen, Grund und Boden, Rohstoffe, Gewässer und Nutzungseigentum an Kapital. Der Begriff in der Wissenschaft: Wikipedia: Kommodifizierung.
Was du tun kannst
Beobachte im Alltag, wo Rechte zu Scheinwaren werden: bei Mieten, Arbeitsverträgen oder Anlageprodukten. Wer Scheinwaren erkennt, kann Alternativen wie Genossenschaften und Verantwortungseigentum unterstützen.










